Denis Sandmann

Angst – Alles was du dir vorstellen kannst existiert

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Hörbuch:

Alles was du dir vorstellen kannst existiert.

Es ist ein Gefühl, das immer unter uns ist. Es begleitet uns das ganze Leben. In der Evolution aller Tiere spielt die Angst eine wichtige Rolle. Sie zeigt uns, wann wir wo flüchten müssen. Was gefährlich ist und was nicht. Wer ein feines Gespür hat, merkt sehr schnell durch seine Angst, von welchen Menschen er sich fernhalten sollte, und welche ihm gut tun, oder Glück bringen. In unserem Überlebensbaukasten ist die Angst also ein wichtiges Werkzeug oder Instrument.

Doch meiner Meinung nach gibt es in uns, in dieser Gesellschaft, mehr davon als nötig und meist an Stellen, die einen daran hindern, seine wirkliche Aufgabe zu erfüllen. Seinen Weg zu finden. Sich selbst zu erkennen.

Was ist Angst?

Was ist eigentlich Angst? Angst ist nur ein Gefühl. Doch anders als andere Gefühle nimmt es einen sehr großen Teil unseres Lebens ein.

Die Menschen scheinen ihre Angst zu lieben. Sie gehen mit ihr aus und schlafen mit ihr ein. Angst soll uns beschützen. Vor wilden Tieren oder anderen Gefahren.

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Meiner Meinung nach ist sie Hauptverursacher aller Krankheiten und Leiden. Wer in Angst lebt, dem geht es nicht gut. Wir alle möchten ohne Angst leben. Ohne Angst vor dem Tod, vor Hunger, vor Kälte, davor, allein zu sein. Die Angst ist das größte Problem in unserer Gesellschaft. Sie bringt uns auseinander, sie trennt uns. Was man fürchtet, will man nicht kennenlernen.

Wenn man Gefühle genauer betrachtet, gibt es eigentlich nur 2 Grundzustände, in denen man sich befinden kann. Angst oder Liebe. Ich bin traurig, also habe ich Angst beispielsweise etwas zu verlieren. Oder ich habe es schon verloren und habe Angst vor der Zukunft ohne das Verlorene. Ich freue mich über etwas, also befinde ich mich in der Liebe. Man kann also sagen, 2 Grundenergien. Die Energie der Angst und die Energie der Liebe. Alles andere, was wir glauben zu fühlen, sind Emotionen, die sich in die Schublade Angst oder Liebe einordnen lassen.

Angst in der modernen Gesellschaft.

Ungefähr ab Entstehung der modernen Gesellschaft und ihren politischen Systemen bekommen wir es mit einer ganz anderen Größe von Angst zu tun. Zu unseren Zeiten als „Wald – Mensch“ konnten wir uns so weit entfalten, bis wir innerhalb der Gruppe oder des Stammes auf Widerstand gestoßen sind. Als Individuum bleiben uns einige Möglichkeiten …

  1. Sich anpassen und seine Träume und Wünsche über den Haufen werfen.
  2. Die Gruppe verlassen und sich einer neuen Anschließen.
  3. Letztendlich bleibt auch noch Alleingang.

Heute sind es dieselben. Doch in anderem Ausmaß! Wo früher eine Gesellschaft aus wenigen Menschen bestand und so das alltägliche Leben meisterte, befinden wir uns heute in einer Gesellschaft von Milliarden Individuen. Es ist kaum möglich, dass sich Gegengesellschaften von nennenswerter Größe bilden.

Ein Beispiel ist Folgendes. Unser netter Waldbewohner lebt in einer gemütlichen Sippe, die als Jäger und Sammler von Ort zu Ort zieht. Eines Tages entdecken sie eine Siedlung in einem Tal. Einige der Jäger-und-Sammler-Gruppe fühlen sich vom bäuerlichen Leben angezogen, verlassen die Gruppe und müssen sich nicht davor fürchten, ermordet oder diskriminiert zu werden. Nun existiert eine Gesellschaft mit einer Gegengesellschaft. Es ist Platz für alle und jeder kann seiner Wege gehen.

Würde ich heute versuchen, meine eigene Gesellschaft zu gründen, mein eigenes Land, eigene Gesetze aufstellen oder keine, wie ein wilder im Wald leben oder ein Bauernhof gründen auf einem Stück Land, das mir gefällt, muss ich sehr wohl Angst haben davor, dass mich die Gegengesellschaft, unsere „Zivilisation“, in Grund und Boden tritt.

Wir verfolgen alle dieselben Ziele, doch haben verschiedene Methoden diese zu erreichen.

Leider gibt es nur noch wenige Völker, die ihr eigenes Ding machen. Sich nicht von unserer Konsumgesellschaft beeinflussen lassen. Diese wird immer mächtiger und das ist das Problem. Damals … sagen wir zur Steinzeit, war es noch überschaubar. Es gab den Stamm oder den Stamm und die anderen hinter den Bergen, man arrangierte sich oder führte Kriege. Kaum so, dass es der Erde schaden würde.

Doch durch diese Masse an Menschen auf einer Fraktion haben wir uns selbst ins Bein geschossen. Der Großteil der hier auf dieser Erde lebenden Menschen macht im Großen und Ganzen dasselbe. Eine Gegengesellschaft muss nicht unbedingt schlecht sein. Es geht nur ums Gleichgewicht. Doch die meisten Menschen haben Angst, teil einer dieser Gegengesellschaft(en) zu sein.

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Besiegen wir diese Angst, können wir uns, die Erde und andere Lebewesen zu einem besseren nachhaltigerem Leben führen.

Beschäftigungen

Wir sind eine seltsame Gesellschaft, denn wie ich beobachtete, beschäftigen wir uns meist nur mit den einfachsten Dingen.

Klar, durch Job, Haushalt, Kinder, Familie hat man schon genug zu tun. Nein, ich meine die Menschen, die fern sehen. Also, wer Zeit hat fern zu schauen der kann auch jede Menge andere Dinge tun. Meine Mutter sagte immer sie schaue in die Flimmerkiste zur Entspannung, während sie auf dem Sofa mit Laptop auf dem Schoss vor dem Fernseher saß.

Natürlich. Auf uns donnern bis zu 30 nicht reale Bilder pro Sekunde ein und das ist entspannend. Wie kommt es das diese physische Anstrengung als mental entspannend empfunden wird? Egal. Worauf ich wirklich hinaus will, ist Folgendes.

Wir alle wollen unterhalten werden, sei es durch einen Fernseher oder durch andere Dinge, Menschen, Gedanken, Bücher, es gibt so viel. Doch die meisten suchen sich immer eine kurzfristige Beschäftigung. Man möchte ja möglichst schnell ans Ziel kommen, zur Befriedigung.

Also sitzen nun die meisten Menschen vorm Fernseher, Computer oder Handy, weil man damit schnell Unterhaltung erreicht. Kurzfristig. Was aber wäre, wenn wir uns langfristigen Projekten widmen, die uns auch Freude bringen, z.B. ein Ruderboot bauen. Warum bauen die wenigsten ein Ruderboot? Ich denke, weil sie Angst haben es nicht zu schaffen. Und da sind wir wieder bei unserer lieben Angst. Aus Angst sitzen wir vor unserem Fernseher und schauen uns an, wie Menschen, die keine Angst haben Ruderboote bauen.
Unglaublich.

Angst – Ein Fluch und ein Segen

Sie hält uns davon ab, total verrückte Dinge zu tun.
Zum Beispiel von einem Hochhaus zu springen. Denn wir fürchten uns vor den Verletzungen. Andererseits ist die Angst nicht ganz perfekt und kann überreagieren. Angst vor Fremden ist ein gutes Beispiel. Alle meine Freunde waren einmal Fremde und sicher möchte ich einige Menschen die mir jetzt fremd sind nicht kennenlernen. Aber überwinde ich die Angst vor Fremdem nicht, kann ich auch keine Freundschaften schließen.

Ein anderer Bereich, in dem die Angst überreagieren kann, ist unser Immunsystem. Ich glaube, dass die Angst unmittelbar mit unserem Immunsystem verbunden ist. Dieses Immunsystem ist der Zustand unserer Gesundheit. Es ist nicht einfach nur etwas, was man stärken sollte oder unterstützen sollte mit probiotischen Superdrinks, die ohnehin mehr schaden als helfen. Nein, das Immunsystem ist unsere Gesundheit. Ein gesunder Mensch hat ein gesundes Immunsystem.

Angst ist eine sehr primitive Sache, also nehmen wir uns noch mal den Urmensch als Beispiel. Wir können das Ganze wie einen Computer betrachten auf dem verschiedene Programme gleichzeitig laufen.

Einige benötigen zeitweise mehr Rechenleistung als andere und deshalb gibt es Programm oder Prozessprioritäten. Es gibt ein Herzschlag-Programm, was dafür zuständig ist, den Körper mit frischem Blut zu versorgen. Man sollte im Hinterkopf behalten, dass all diese Prozesse unterbewusst ablaufen. Außerdem gibt es ein Sehprogramm was visuelle Reize bearbeitet, ein Atemprogramm usw. Aber auch das Immunsystem-„Programm“.

Sicher, die höchsten Prioritäten liegen in Atmung, Herzschlag, und Wärmeproduktion. Danach würden vielleicht Immunsystem, sowie sehen und hören kommen. Doch was passiert, wenn sich die Situation ändert?

Wir müssen vor einem Angreifer flüchten.

Die Prozessprioritäten ändern sich!
Atmung und Herzschlag gehen von 50 % auf 80 % und das Immunsystem muss abgeschaltet werden. Es ist nicht genug Rechenleistung verfügbar, um alles zu versorgen.

Wir können aber in Notsituationen kurzzeitig auf einige Dinge verzichten. Reize wie Schmerz, Hunger und Durst verschwinden und auf einmal haben wir mehr Kraft in den Beinen als jemals zuvor. Alles ausgelöst durch die Angst. Blitzschnell und unterbewusst. Wunderbare Sache.

Was passiert aber wenn ich täglich davor Angst habe, meinen Job zu verlieren?

Genau das Gleiche, die Prozesse, die, nicht unbedingt benötigt werden, schalten sich ab und diese, die von Nöten sind, um das Problem schnell zu lösen, fahren hoch. Auf Wiedersehen Immunsystem, Hallo Krankheit.

Verschwindet der Angstauslöser und wir können uns entspannen, regeneriert sich der Körper und fährt alle Systeme wieder in den Normalzustand.

An diesem Szenario kann man sehr gut sehen, wie die Angst uns schaden kann und wie sie uns dienen kann. Ich finde das ist auf alle Lebensbereiche anwendbar.

Unser Problem ist unser Unterbewusstsein. Wir können nicht bewusst steuern, vor was wir Angst haben. Sie kommt und geht von ganz allein. Natürlich gibt es noch andere Ursachen für Krankheiten, aber ich denke das Angst einer der Hauptursachen ist.

Was ist also der Ursprung der Angst? Wieso haben wir Angst vor bestimmten Dingen? Manche lieben Spinnen, andere fürchten sie. Wo fängt das an, wo hört das auf?

Überzeugungen unser wichtigstes Werkzeug

Wenn ich versuche, mich zu erinnern, wann ich das erste Mal bewusst mit dem Thema Angst in Berührung gekommen bin, so denke ich zurück an meine Kindheit.

Das erste Mal Fahrrad fahren. Noch nie bin ich ohne Stützräder, die an der Seite angebracht waren, Fahrrad gefahren. Nun war es so weit, ich mache etwas zum ersten Mal. Ich weiß nicht viel darüber, denn ich habe es nie versucht. Höchstens mal gesehen wie andere es tun. Da haben wir es! Angst entsteht.

Warum? Ich mache etwas, was ich noch nie vorher getan habe. Ich kenne die Situation nicht. Ich mache etwas zum ersten Mal.

Das Ungewisse scheint uns zugleich neugierig und ängstlich zu machen. Die Menschheit treibt es in entlegene Gebiete um Neues zu erkunden, obwohl niemand so wirklich weiß, was sich dahinter verbirgt.

Nun sind wir hier auf diesem Planeten in diesem Körper um Erfahrungen zu machen und uns auszuprobieren. Vielleicht auch um die Angst zu besiegen? Sie zu erleben, sie zu fühlen? Sie ist so ein ergreifendes Gefühl wie die Liebe. Sie kann uns kontrollieren und in die Enge treiben oder sogar töten.

Manche Menschen befinden sich ein Leben lang im Käfig der Angst. Nun rede ich hier nicht von der Angst, die man hat, wenn man einem wilden Tier entgegensteht und um sein Leben fürchtet. Zurecht! Viel mehr geht es um die Angst, die uns immer begleitet, die nie wirklich verschwindet, die lang anhält. Die Angst, die man mit sich täglich herumträgt.

Angst entsteht also immer im Ungewissem. Im Unbewusstem, wenn man so will. Wenn man nicht weiß, was auf einen zukommt.

Das Ganze liegt aber noch viel tiefer. Nur weil wir etwas Neues erleben, heißt das nicht, das wir gleich Angst davor haben. Nein, es liegt ganz an unserer Einstellung zu der Sache. Es gibt Menschen die freuen sich, neue Menschen kennenzulernen und es gibt Menschen die haben Angst vor anderen. Das ist deren Einstellung, deren Überzeugung. Meist liegen die Wurzeln dieser weit zurück.
Wenn die Eltern dem Kind sagen:

„Du kannst das nicht.“
„So etwas ist nichts für dich.“
„Das ist unmöglich, das hat noch niemand gemacht, wieso solltest du das schaffen?“
„Du bist zu klein dafür.“

ist das nicht sehr ermutigend. Man wäre nicht gut genug, nicht schlank genug, nicht schlau genug, nicht alt genug. Ich denke bei jedem Menschen, ja in allen Altersklassen, sind diese Sätze im Unterbewusstsein vorhanden. Gut bei Menschen zu beobachten, die wenig Selbstbewusstsein an den Tag legen.

Halten wir fest, Angst entsteht, wenn man im Begriff ist, etwas Neues zu erleben. Jedoch nur, wenn man eine negative Einstellung zu dieser Sache/Situation hat. Diese Einstellung oder dieses Vorurteil kann entstehen durch vorherige Erfahrungen oder durch Gespräche mit anderen, die negative Erfahrungen gemacht haben. Vorausgesetzt man lässt sich von so etwas beeinflussen. Also einfach dann, wenn man eine negative Vorstellung hat, von dem, was einem bevorsteht.

Ansonsten haben wir ein neutrales oder positives Gefühl. Stellen wir uns z.B. ein treffen mit einer bestimmten Person vor, von der wir eine positive Überzeugung haben, gehen wir mit einer ganz anderen Energie in die Begegnung als mit einer negativen Überzeugung. Nun kommen wir zum wichtigsten Faktor.
Unsere Überzeugungen.

„Unsere“ Realität ist das was wir fühlen, hören, sehen, schmecken, riechen. Also das was wir mit unseren Sinnen erfassen können. So entstehen alle Gefühle und Emotionen durch unsere Überzeugungen. Natürlich auch die Angst.

Es ist ganz einfach. Überprüft man selbst in seinem Leben seine Überzeugungen und die eigenen Meinungsbilder zu einem Thema, stellt man fest, dass diese meist übereinstimmen mit der tatsächlichen Situation im Leben.

Nehmen wir an, ich bin der Meinung und überzeugt davon, dass ich nicht besonders gut aussehe, ja vielleicht sogar hässlich bin. So wird mir der Blick in den Spiegel dasselbe sagen.

Frage ich andere Menschen, wie ist meine Ausstrahlung, wie sehe ich aus? Ist doch klar, du siehst nicht so attraktiv aus, wie all die anderen Menschen die sich attraktiv fühlen. Die davon überzeugt sind sie seien attraktiv.

Ah! Also gehört noch was anderes dazu? Genau! Das Gefühl.

Eine wirkliche Überzeugung ohne Gefühl gibt es nicht. Ich kann nicht einfach so meine Überzeugung ändern und sagen:

„Ok, jetzt bin ich davon überzeugt! Ich sehe gut aus!“

Wir brauchen einen guten Grund dafür unsere Gefühlswelt der neuen Überzeugung anzupassen, damit wir diese neue Überzeugung auch unterbewusst mit uns herumtragen, ausstrahlen und dann die zur neuen Überzeugung passende Energie zurückgestrahlt bekommen.

Unsere Realität wird nicht durch unsere Gedanken erzeugt. Sondern durch unsere tiefsten Gefühle und Überzeugungen.

Gut, also entsteht Angst in der Wurzel, durch die Überzeugungen, die wir haben über die Welt / Dinge / Menschen / Situationen in unserem Leben. Unterbewusst erzeugen wir dann, was wir für wahr und absolut halten. Ich betone, unterbewusst.

Jedoch überbewusst (wenn man das so sagen kann) verstehen wir unsere Welt nicht mehr und die Angst nagt an uns, sodass wir nicht mehr wissen, wo oben und unten ist.

Gedanken erzeugen nicht unsere Realität, es sind unsere Überzeugungen.

Beispiele wie mir Angst im Alltag begegnete

Ich befand mich auf dem Weihnachtsmarkt meiner Heimatstadt an der Eislaufbahn und half bei der Ausgabe von Schlittschuhen. Eine sehr normale Tätigkeit, von der ich nicht erwartet hätte, mit so einer Situation überrascht zu werden.

Natürlich hatten die Ingenieure der Schlittschuh-Modelle, die wir verliehen, ein einfaches Verschlusssystem, das sich schon Jahre zuvor bei „Inline Skates“ bewährt hatte, eingebaut. Doch der ein oder andere Eiskunstlauf-Amateur konnte sich nicht damit zurechtfinden und es war schlicht unmöglich die Schuhe richtig am Fuß zu befestigen.

Es war unglaublich, wie viele Menschen zu mir kamen und mich darum baten, ihnen die Schlittschuhe am Fuß zu befestigen. Ich habe nichts dagegen, Menschen zu helfen. Ich bin kein Ingenieur und dennoch durchblicke ich das Verschlusssystem, ohne jemals einen solchen Schuh an meinem Fuß gehabt zu haben, sehr schnell.

Nun für die ersten 50 Menschen geht man noch auf die Knie und verschließt ihnen die Schuhe. Doch dann allmählich kam mir die Idee eine kleine Einführung zu geben, falls mich jemand fragt. Trotz Einführung und Mehrmaligem erklären und Einseitigem schließen meinerseits, waren viele Menschen aller Altersklassen nicht in der Lage sich die Schlittschuhe selbst am Fuß zu befestigen.

Mein Eindruck war allerdings nicht, dass die Menschen dazu nicht in der Lage gewesen wären. Sicher hätten sie es geschafft, wenn ihr Leben davon abgehangen hätte. Nein. Sie waren entweder zu faul und wollten einfach nur fahren, wogegen ich nichts einzuwenden habe. Oder sie hatten Angst sich wirklich mit diesem Schlittschuh zu beschäftigen. Etwas Neues zu lernen. Selbst auszuprobieren. Angst davor es nicht zu schaffen oder über sich hinauszuwachsen.

Für mich eine Selbstverständlichkeit. Wenn ich etwas nicht verstehe, dann versuche ich es herauszufinden, oder frage jemanden von dem Ich denke er hat mehr Ahnung als ich. Aber mir kann niemand erzählen das normale Menschen die Logik von einem „Icehokey-Schlittschuh mit Clipsystem“ nicht verstehen. Sie lehnen es schlichtweg ab sich mit neuen Dingen zu beschäftigen! Man könnte ja etwas falsch machen, sich blamieren, verletzten oder sonst was.

Da frag ich mich wie es für Menschen die Angst davor haben über sich hinauszuwachsen möglich ist, den Lebensunterhalt zu bestreiten, oder sich um ihre Kinder zu kümmern.

Für mich repräsentiert jede Handlung eines Menschen die Art und Weise des Gesamtbildes. Jemand, der selbstbewusst ist, und sich weiterentwickeln möchte, hätte mit so einer Aufgabe kein Problem.

Eine andere interessante Beobachtung zeigt mir der Glaube mancher Menschen. Sicher. Ich glaube auch an eine bestimmte Ordnung, die sich einrichten wird je nachdem, welche Aktion ich in dieser oder nächster Sekunde durchführe. Aktion und Reaktion könnte man sagen.

Doch manche Menschen haben ein riesiges Vertrauen in „Gottes großen Plan“, welcher Gott auch immer, ich habe das in vielen Glaubensrichtungen beobachtet. Geht es plötzlich wirklich darum, sich zu bemühen, sich aufzuopfern, sich hinzugeben für etwas, eben so zu handeln, wie es vielleicht ein Jesus getan hätte, da machen viele den Rückzieher. Sie sind nicht konsequent in ihren Prinzipien und passen sich der jeweiligen Situation gemäß ihres Angstgrades an.

Natürlich gibt es den gewissen „Riecher“, der mir sagt: „Ok, dem vertraue ich, dem nicht.“.

Zeigt mir Menschen, die ihrem Glauben treu sind und danach handeln! Sie verstecken sich aus Angst in ihren Gewohnheiten und beten, dass ihnen nichts Schlimmes passiert! Anstatt ein Vorbild zu sein und auf Fremde zuzugehen? Wir Deutschland und unsere christlich geprägte Bevölkerung lebt Kopf an Kopf mit Obdachlosen und Armen zusammen?

Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst. Also eins für dich, zwei für mich. Aus Angst mit zu wenig dazustehen?

Ich muss sagen ich teile viel und grade auch mit Menschen, die ich nicht kenne, um eine Verbindung herzustellen und das „Eis“ zu brechen. Es hat mir noch nie geschadet und ich hatte immer mehr als genug.

Wie hoch sind die Ansprüche mancher Menschen? Wir nehmen lieber mehr Äpfel eines öffentlichen Apfelbaums, als wir tragen können, aus Angst, morgen seien alle von den Nachbarn abgepflückt worden.

Das Problem Angst

Ich habe bereits beschrieben, wie Angst uns dabei hilft, Gefahren abzuschätzen und uns vielleicht das Leben rettet. Nun möchte ich noch einmal genauer darauf eingehen, wie uns unsere Angst kontrolliert.

Ich bin der Meinung, dass ein Großteil unserer Handlungen im Leben von unserer Angst gesteuert, kontrolliert oder entschieden wird.

Wir wohnen in einem Haus, weil wir Angst haben, uns könnte kalt sein. Wir gehen vor den Feiertagen einkaufen, trotz vollem Vorratskeller. Wir lügen, betrügen, morden, hassen, misshandeln, rennen, sterben und tun eine Menge andere Dinge, aus Angst nicht der Letzte zu sein, nicht gut genug zu sein, nicht der Beste zu sein, nicht allein zu sein, nicht zu hungern, nicht zu dürsten. Kurz gesagt, um unsere Bedürfnisse zu stillen.

Was unsere Bedürfnisse auf unserem Planeten anrichten, kann man sich jeden Tag in den Nachrichten anschauen. Ich denke, ich muss nicht noch weiter ausführen, wo wir überall mit Angst konfrontiert werden. Das wissen die meisten selbst am besten. Verstecken es vielleicht aus Angst, aber sie wissen es.

Ich will es mir hier zur Aufgabe machen, die Menschen zu ermutigen, dass sie ihrer Angst entgegen treten, aufstehen und sagen:

„Es ist genug mit der Sklaverei. Ich will frei sein!“

Wenn man daran denkt, warum wir uns hier auf der Erde in diesen Körpern befinden, dann ist Freiheit wohl einer der ersten Gedanken, die einem in den Sinn kommen.

Damit meine ich nicht Freiheit durch Geld oder dadurch, dass ich entscheiden kann, wann ich mich an welchem Ort aufhalten möchte. Nein, wirkliche Freiheit.

Die Freiheit, so sein zu können, wie man wirklich ist.

Ein Körper ist ein tolles Werkzeug das auszudrücken. In dieser Gesellschaft ist das nicht ganz einfach, bei all den Werbepausen, dem Leistungsdruck oder auch unserem anerzogenem Glaubenssystem. Wenn wir jeder für sich, von unserer Angst loslassen können und uns als Ganzes betrachten, als Mensch und Mensch und Mensch, erst dann wird sich der Planet zu dem verändern, was wir uns so sehr wünschen.

Jeder tut das, was er tun muss. Damit meine ich, dass jeder selbst entscheidet, was er nötig hat. Klar, jeder muss essen und trinken. Doch es ist jedem Selbst überlassen, was er aus sich macht, wie er lebt. In Angst oder in Liebe. In Fülle oder in der Leere.

Hier sind so viel Dinge Zutun, und so viele Arbeitslose. Müll, der in den Wäldern liegt. Bäume, die gepflanzt werden könnten. Menschen, die Hilfe benötigen. Menschen, die Hungern. Häuser die gebaut werden könnten. Bücher, die gelesen werden sollten. Kinder, die lernen wollen. Kinder, die Aufmerksamkeit brauchen. Produkte, die optimiert werden könnten. Überall sehe ich genug zutun. Genug Arbeit. Doch womit man kein Geld verdienen kann, das wird auch nicht gemacht.

Den Müll im Wald kann man nicht verkaufen. Menschen die Hungern, bringen kein Geld. Häuser, die keiner bezahlt, werden nicht gebaut. Es liegt nicht an den anderen. Es liegt an jedem selbst.

Jeder ist sein eigener Herr, sein eigener Gott, sein eigener Jesus. Du entscheidest, inwiefern du dich beteiligst.

Wenn alle Geschäfte schließen, ist dein Geld nichts mehr wert. Dann musst du selbst sehen, wie du dich ernährst. Wir arbeiten für ein Zahlungsmittel, das uns abhängig macht. Das Einzige, was uns unabhängig machen kann ist wissen.

Wie besorge ich mir Trinkwasser?

Wie baue ich ein Haus?

Wie pflege ich einen Gemüsegarten?

Und, und, und …

Das ist wirklicher Reichtum. Wenn ich das weiß, brauche ich keine Angst mehr zu haben vor Hunger, Durst oder Kälte.

Überzeugung – Was ist das?

Diese Gedankenmuster nehmen in unserer Gesellschaft einen großen Platz ein.

Jeder Mensch bildet schon ganz früh eigene Überzeugungen oder übernimmt diese von Eltern, Freunden und Bekannten. Man nimmt sich meist die Überzeugung derer Personen an, die einen selbst inspirieren oder beeindrucken. Echte Politik ist Krieg mit Überzeugungen. Menschen versuchen andere zu überzeugen, weil sie der Überzeugung sind, sie müssten das tun, um besser zu sein. Um richtig zu liegen. Gewissheit zu haben.

Und wo sind wir dann wieder?

Was ist die treibende Emotion dabei?
Genau. Die Angst. Was vielen aber nicht bewusst ist, dass genau Überzeugungen für unsere Zukunft und unser Leben sehr wichtig sind.

Unsere Überzeugungen erzeugen unsere Realität.

Ich kenne einige Menschen, die sind meist vom Negativen überzeugt. Das führt dazu, dass Sie dadurch alles auch genauso erleben. Jeder Mensch erlebt seine persönliche Realität, erschaffen durch seine eigenen Überzeugungen und der eigenen Wahrnehmung.

Für den einen kann ein Mensch sehr charismatisch und inspirierend sein, für den anderen im gleichen Moment ein Dorn im Auge. Für den einen kann das Gras grün sein, für den anderen dunkelgrün. Das macht Vergleiche überflüssig.

Doch eine Überzeugung ist keine Meinung. Überzeugungen sind das, was einen Menschen wirklich ausmacht. Der Kern seines Wesens, das sind seine Überzeugungen. Eine Überzeugung, die wirklich fest verankert ist im Ego eines Menschen wird immer in Verbindung mit einem Gefühl stehen.

Ich kenne diese Momente, in denen meine Überzeugung sich verändert, weil meine Gefühlswelt sich verändert. Überzeugungen werden gesteuert durch Gefühle. Ich kenne niemanden, der von einer Sekunde auf die andere sagen kann:

„Nun bin ich vom Gegenteil überzeugt.“

Es bedarf einem ausgiebigen Grund für das Ego seine Überzeugung zu ändern.

Manche Menschen kann man schnell überzeugen. Das sieht man gut an Gerüchten. Sie verbreiten sich schnell und Menschen, die ängstlich sind, klammern sich immer an die am aktuellsten erscheinenden Sachlage, um na klar, nicht mit der Angst konfrontiert zu werden. Besser dazustehen.

Überzeugungen formen und erzeugen unsere Realität. Wenn also nun ein Großteil unserer Überzeugungen aus Angst entstanden ist, stehen wir mit einem Leben da, was von der Angst regiert wird. Sie ist Herr über uns. Sie befiehlt uns, wohin wir gehen, wie wir anderen gegenübertreten und was wir in diesem Leben erreichen.

Ich finde Angst ist kein schönes Gefühl, und es mag sein, dass ich Angst davor habe, Angst zu empfinden. Doch genau Ängste sind es, die uns dahin führen, wohin unser Herz will.

Der Kopf ist ein super Denkapparat. Man läuft durch die Bars, entdeckt eine interessante Person, bekommt das Gefühl, sie anzusprechen und zack kommt der Kopf und versucht abzuwägen, was dabei alles Schlimmes passieren könnte.

Das ist normal. Das ist unser Überlebensinstinkt. Doch lässt man die Angst links liegen und stellt sich der Herausforderung, dann sieht die Welt ganz anders aus. So könnte sich eine Überzeugung ändern. Je öfter man eine Angst besiegt, desto einfacher wird es.

Es kann schwer sein für so manch einen seine Ängste zu besiegen doch das ist nicht unmöglich. Für mich sind immer die Punkte, an denen ich die Angst vor etwas verloren habe, immer die Punkte gewesen, an denen ich den nächsten Schritt in meinem Leben gegangen bin. Sprich das Besiegen meiner Ängste bringt mich in meinem Leben wirklich weiter.

Sobald man Angst vor etwas hat, trägt man diese Überzeugungen oder Gedanken jede Sekunde mit sich herum. Das führt dazu, dass wir genau die nicht gewollte Situation anziehen, um sie zu bewältigen, sie anzunehmen, aus ihr hinauszuwachsen und sie hinter sich zu lassen.
Schon aufgefallen? Die größten Ängste verwirklichen sich oft!

Interessant ist auch das, wenn man diese Ängste nicht besiegt, sich nicht ihnen stellt, werden sich die ungewollten Situationen wiederholen.

In der Zeit, als ich erste längere Beziehungen mit Menschen führte, hatte ich oft die Angst nicht gut genug zu sein, oder nicht in das Umfeld der Person zu passen.

Das führte dazu, dass ich nicht in das Umfeld der Person passte und ich abgelehnt wurde. Ich war nicht gut genug für meinen Partner und so verließ mich eine nach der anderen.

Ich dachte immer, das Problem liegt doch nicht an mir, ich bin ein super Kerl. Nett, liebevoll, immer da wenn man mich braucht. Doch einfach meine Überzeugungen über mich selbst und andere Menschen haben immer wieder zu den Trennungen geführt.

Nachdem das einige Jahre so ging, dachte ich eines Abends darüber nach und fand in all meinen vorherigen Beziehungen exakt die gleichen Muster. Alle hatten im Grunde dieselben Eigenschaften und Überzeugungen und haben mich immer wieder zur gleichen Situation geführt. Nun erkannte ich, dass der Fehler in mir lag, und nicht daran, dass andere Menschen mich nicht akzeptieren oder wertschätzen.

Ich hatte mich selbst nicht wirklich wertgeschätzt. Mich selbst nicht wahrgenommen. Genau dieses Verhalten haben meine Mitmenschen kopiert.

Sehr schön kann man das beobachten in Beziehungen zwischen Mann / Frau, Mann / Mann, Frau / Frau. Dort herrscht immer eine gewisse Anspannung.

Meine Mitmenschen waren mein Spiegel, der mir zeigte, wer ich wirklich bin. Ich hatte das Problem erkannt und arbeitete an mir selbst. Konnte so meine Überzeugung über mich selbst und andere ändern und keine 2 Wochen später kam eine neue Art Mensch in mein Leben.
Unglaublich.

Die Angst ist mein Lehrer

Es scheint so, als wäre jede Angst, die man in sich trägt, eine Art Aufgabe.

Ich habe mich oft gefragt, was ich meinem Leben tun soll.
Wozu ist das alles gut?
Wieso lebe ich in diesem Körper?
Auf diesem Planeten?
Was soll ich nur mit meinem Leben anfangen?

Nun, heute weiß ich, dass mich meine Angst immer genau dahin führt, wo ich hin muss. Jemand der den Herzenswunsch hat, eine eigene Firma zu gründen, sich von dem Angestelltendasein zu verabschieden, doch Angst hat und es lieber bleiben lässt, wird diesen Wunsch ein Leben lang mit sich herumtragen. Eben solange bis man es versucht. Gewinnt oder verliert.

Ich habe mir in meinem Leben zur Aufgabe gemacht, all meine Ängste zu besiegen. Daraus zu lernen. Alt zu werden und dann eines Tages mit meinem Wissen und einem reinem Gewissen diesen Körper zu verlassen.

Sowieso, wenn wir die Welt betrachten, ist alles sehr physisch. Gegenstände, verschiedene Materialien. Holz, Stein, Eisen, Sand, Wasser. Diese Welt ist hart, weich, glatt, schleimig, all solche Dinge. Jeder hat mal im Schlaf geträumt. Alkohol getrunken. Hat gehört, es soll Geister geben, NahtodErfahrungen. All solche Dinge.

Doch bildet man sich so etwas ein?

Spielt der Verstand mit uns, oder gibt es diese Dinge wirklich? Sind sie Realität?

Ich möchte auf den ersten Satz dieses Buches verweisen:

Alles, was du dir vorstellen kannst, existiert.

Genau sagen, wer oder was wir sind, was wir wirklich fühlen oder nicht, das kann ich nicht. Wenn ich ein Glas in die Hand nehme, spüre ich das Glas? Oder spüre ich, dass etwas auf meine Finger drückt und demnach nur mich selbst? Wie auch immer. Ich versuche einfach meinen Verstand dazu zu benutzen meinen Ängsten Weisheit abzugewinnen. Wenn ich nicht weiß, was ich tun soll, nehme ich immer das, was am spannendsten zu erzählen ist.

Jemand, der vor seinen Ängsten flieht, erzählt, wie er seine Zeit verbringt, sich langweilt, zur Arbeit geht und Fernsehsendungen schaut.

Ein anderer, der sich seinen Ängsten stellt, außergewöhnliche Leute kennenlernt, neue Dinge ausprobiert, neugierig ist und den Mumm hat es einfach zu tun.

Wen hättest du lieber als Anführer?

Vom wissen und glauben

Viele Menschen teilen eine große Angst. Die Angst vor Schmerzen und Tod.

Jeder hat davon eine persönliche Überzeugung und wird denke ich auch genau das erleben. Es gibt Menschen, die fühlen sich als Körper und physisch. Doch ich habe auch mit Menschen gesprochen die sagten, ich bin nicht mein Körper. Das ist nur so etwas, wie mein Vehikel. Mein Fortbewegungsmittel auf dieser Ebene. Was auch immer jemand glauben mag, er kann es eben nicht wissen, was wir wirklich sind.

Niemand kann wissen was passiert, wenn wir sterben oder was davor war. Es bleibt da nur der Glaube.

Was ist denn wirklich wissen?

Was ist wirklich glauben?

Die im Allgemeinen bekannte verfälschte Abkürzung eines Zitats aus Platons Apologie lautet:

„Ich weiß, dass ich nichts weiß.“

Ob er damit recht gehabt hat?

Ich sage, das Einzige was man wirklich wissen kann, ist das man ist. Alles andere ist Glaube.

Auch René Descartes sagte Ähnliches:

„Ich denke, also bin ich. […]
Da es ja immer noch ich bin, der zweifelt, kann ich an diesem Ich, selbst wenn es träumt oder fantasiert, selber nicht mehr zweifeln.“

Lasst mich das erklären. Wir haben in unserem Leben täglich mit vielen Gegenständen zutun. Zum Beispiel das Messer. Das Wort Messer ist hier in Deutsch geschrieben. Man könnte es aber auch in anderen Sprachen schreiben. Oder es einfach anders nennen und ein neues Wort dafür erfinden. Kein Problem.

Wenn man das auf alles ausweitet, was man glaubt zu wissen, sieht man sehr schnell, dass unser ganzes Leben, unsere komplette Realität nur auf einem Glaubenssystem aufgebaut ist, das sich Menschen ausgedacht haben.

Wir sehen Dinge und geben ihnen Namen. Ob es nun einen richtigen oder falschen Namen dafür gibt, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass man sich bewusst macht das alles, was man glaubt zu wissen, eben nur Glaube ist.

Nehmen wir an, ein namhafter Wissenschaftler macht eine neue Entdeckung. Er erhält einen Nobelpreis und es werden Dokumentationen für N24 oder Arte produziert. Seine Erkenntnis ist so einleuchtend und bahnbrechend, dass alle Menschen seiner Meinung sind. Dieser Mann hat recht. Er liegt richtig mit dem, was er sagt. Er weiß das.

Das geht nicht. Man kann so etwas nicht wissen. Leg das Buch zur Seite und geh aus dem Raum, bis du es nicht mehr sehen kannst.

Weist du, dass es noch da liegt, oder glaubst du es? Die Wahrscheinlichkeit ist hoch das Es nicht einfach verschwunden ist. Aber niemand kann wissen, ob es wirklich noch da liegt.

Kommen wir zu dem einzigen Wissen, was wir haben. Dass wir existieren. Nein. Dass man selbst existiert.

Woher kann man wissen, dass andere Menschen existieren?

Kann man nicht. Das ist Glaube. Ich hoffe, das ist verständlich. Einige Menschen haben mit diesem Gedanken Probleme.

Eine wissenschaftliche Regel besagt, dass eine Theorie so lange möglich ist, bis jemand diese widerlegen kann.

Dazu gibt es auch eine schöne Geschichte. Ich habe sie im Internet gelesen. Dort geht es um einen Professor der Naturwissenschaften und einen Studenten katholischen Glaubens. Sie debattieren eine Weile hin und her wer denn nun die Welt erschaffe hätte, doch am Ende der Diskussion stellt sich heraus, dass der Professor weder seine Lehren, noch die Existenz seines Gehirns beweisen kann. So behält der Student recht, dass wir alles, was wir glauben zu wissen, eben nur glauben können.

Ehrlichkeit – Wahrhaftigkeit – Wahrheit

Wahrheit ist meiner Meinung nach das Allerwichtigste im Leben.

Sich selbst wahrnehmen. Ehrlich zu sich selbst sein, ebenso zu anderen. Ehrlich zu seinen Gefühlen sein. Zu sich selbst stehen.

Wer nicht ehrlich ist, der wird sich wiederfinden in einem Leben voller Unwahrheiten. Wird Krankheit erfahren. Wird Situationen erzeugen, die nicht gewünscht sind.

Oft tragen wir in uns Überzeugungen herum, die wir von anderen übernommen haben. Stehen wir dann aber im Leben und müssen eine Entscheidung treffen, sollte man sich genau überlegen, was man tut. In sich selbst hineinfühlen, was richtig ist.

Im Inneren wie im Äußeren streben wir danach Gefühle zu erleben, versuchen aber meist den Verstand entscheiden zu lassen, wie wir diesen am nächsten kommen.

Sollten wir nicht lieber unser Gefühl entscheiden lassen, was wir als Nächstes tun?

Wir können im Verstand, in Gedanken viele Unwahrheiten denken, doch Gefühle können wir nicht kontrollieren, nicht voraussehen.

Ich kenne einige, die leben nur nach ihrem Gefühl trotz Angst. Sie vertrauen einfach darin. So wie ein Gläubiger seinem Gott vertraut.

Es braucht ein gewisses Grundvertrauen in das Leben, um den Verstand auf den Beifahrersitz zu schieben.

Widmen wir uns noch einmal der Kreation unserer Realität im Detail. Ich habe schon oft den Spruch gehört:

„Du musst positiv denken.“

Der Glaube darin besteht, dass aus positiven Gedanken positive Realität entsteht. Ich bin nicht der Meinung, dass Gedanken sich genauso verbreiten wie z.B. Radiowellen und mit anderen Menschen und deren Gedanken interferieren. Das allein ein Gedanke, den ich denke, sofort eine Veränderung meiner Realität hervorruft halte ich für Schwachsinn.

Das Ganze geht in eine Richtung, die wir selbst nicht verstehen können. Unser Ziel sind bestimmte Gefühle. Glück, Fröhlichkeit, Wärme, Sättigung usw. Wenn wir nun also zulassen, dass unsere Gefühle in der Gegenwart uns den Weg weisen für Gefühle, die wir in Zukunft erleben wollen, geht alles wie ganz von selbst. Irgendetwas in uns weiß ganz genau, wo es lang geht. Manche nennen es Seele oder Gott, andere Herz.

Unsere Realität wird durch unseren Wesenskern erschaffen, über, dass was wir wirklich glauben, woran wir wirklich festhalten.

Ein Beispiel wäre: Ich bin tief in mir der Überzeugung, dass alle Menschen mir etwas Böses wollen. Bin mir aber vielleicht sogar dessen gar nicht bewusst, das ich diese Meinung in mir trage. Da kann ich so viele positive Gedanken denken, wie ich will.

Meine Grundschwingung, mein Wesenskern ist der Überzeugung:

Alle Menschen wollen mir etwas Böses.

Erst, wenn wir wirklich unsere Überzeugungen ändern, ändert sich unser Wesenskern, und somit auch unsere Realität. Deswegen ist es eben so wichtig total ehrlich zu sich selbst zu sein. Zu seinen Gefühlen, seinen Sehnsüchten, Gedanken, ja, einfach allem, was einen ausmacht.

Okay, wir wissen nun, wie Ängste entstehen und dass die einzige Möglichkeit sie loszuwerden, Aktion ist. Wir müssen es einfach durchziehen. Es einfach machen. Durch unsere Überzeugungen können wir unsere Realität zu unserem Belieben gestalten. Was dazu führt, dass wir alle ein glückliches und gesundes Leben führen können, wenn wir von unseren Ängsten loslassen. Wenn wir versuchen, sie zu besiegen.

Für manche ist das aber nicht genug. Irgendwas fehlt.

Das göttliche Bewusstsein? Erleuchtung? Gott?

Dass, was einige unter Erleuchtung verstehen, ist ein Phänomen, das überall auf der Welt in jeder Religion auftritt. Ich habe mich lange gefragt, was denn wohl Erleuchtung ist. Manche Menschen erzählten mir von kurzzeitigen Erleuchtungszuständen, die durch Meditation oder bestimme Ernährung erreicht werden können.

Andere meinen alle Menschen sind schon erleuchtet und sie wissen es nur nicht. Wieder andere sagen erleuchtet ist man erst nach dem tot, wenn man zurückkehrt in die Einheit. Eins mit allem.

Für mich war das alles nicht greifbar und ich verstand immer noch nicht, was Erleuchtung sein sollte und warum das eines Menschen höchsten Ziels ist.

Wenn Erleuchtung so wichtig ist, müsste es ja das Ziel unseres Lebens sein. Jeder Mensch kommt dann auf die Erde, um Erleuchtung zu erlangen.

Was ist Gott?

Für manche mag der Begriff oder das Wort „Gott“ schon eine Bedeutung haben, dennoch denke ich, dass dieses Wort unbekannter Herkunft etwas ganz anderes bedeutet.

Es gibt einige Wörter, die mit Gott übersetzt werden z.B. das hebräische Wort „El“, das so viel wie „Mächtiger“ oder „Starker“ bedeutet.

Ein anderer Hinweis ist das Altrussische, das kyrillische Alphabet. Dort ist der erste Buchstabe gesprochen „Az“ das „A”.

Einige sind der Meinung, selbst ein einzelner Buchstabe in einem Alphabet hat schon eine Bedeutung. Siehe; Futhork (Die älteste germanische Runenreihe), dort hat jeder Buchstabe eine ganze Anzahl von Bedeutungen.

So steht die Rune die sich mit A (Ansuz) übersetzen lässt, für das Element Luft, für den Wolf, die Esche, für verschiedene Farben und für den Fliegenpilz.

Man muss sagen, dass im Futhork nicht das A der erste Buchstabe ist. Wie auch immer.

Heute ist das A unser erster Buchstabe und für die Russen im kyrillischen Alphabet genauso. Daher kommt vielleicht auch die Metapher „Er spielt Fußball wie ein Ass.“. Ass steht hier für Gott, für den Anfang.

So lässt sich annehmen das die Bezeichnung „Gott“ nicht jemanden oder etwas übernatürlicher Existenz beschreibt, sondern einfach Menschen mit großen Fähigkeiten.

Sowie beispielsweise Thor mit seinem magischem Hammer. Zeus und seine Blitze. Oder Jesus, der Menschen von ihren Krankheiten heilen konnte. Liest man in der Edda die Geschichten der germanischen Götter, so wird einem schnell klar, dass dort keine Zauberei herrscht.

Thors Hammer, der, wenn geworfen nie sein Ziel verfehlt, wurde von Zwergen geschmiedet. Vielleicht mit einer Technik, die wir uns heute nicht vorstellen können.

Ich nehme an, dass die Bezeichnung „Gott“ gebraucht wurde, um in erster Linie jemanden zu beschreiben, der große Fähigkeiten hat. Doch auch um jemanden zu beschreiben, der ohne Furcht, also ohne Angst lebt. Was zwangsläufig zu außergewöhnlichen Fähigkeiten führt.

Wenn man nicht mehr weiter weiß, spricht man zu den „Göttern“. Die Werdens schon wissen.

Wer frei von Angst ist, kann der sein, der er wirklich ist und so seine Zukunft gestalten. Doch wer Angst hat, kann nicht bewusst erschaffen. Angst lähmt und macht manche unfähig, die Möglichkeiten zu erkennen. Wenn wir erkennen, dass das, was wir sehen, nur ein kleiner Teil unserer Realität ist, ohne Angst durch die Welt gehen und uns unserer Göttlichkeit bewusst sind, so leben und sterben wir als Gott in diesem Körper.

Genau das macht einen Gott zum Gott. Eben das er keine Angst davor hat, seine Realität zu erschaffen.

Um das näher zu erläutern, könnte man Anhänger von Religionen beobachten. Im Christentum wird gebetet und man sollte sich selbst für schuldig (Sündiger) bekennen. Wozu kann das gut sein? Na klar! Um mal wieder die Macht auf eine oder wenige Personen der Gesellschaft zu übertragen. Wenn Gott, wie er in der Bibel steht, die Welt erschaffen konnte, können wir das auch, wir wissen nur noch nicht wie.

Heute werden Pflanzen genetisch manipuliert, Städte gebaut, Erfindungen gemacht. Ich glaube nicht, dass Mr.Gott das anders getan hat, als wir. Vielleicht konnte er mit der Hand winken und alles hat sich gefügt, wie in seiner Vorstellung. Dennoch denke ich, dass dies kein Wunder ist, sondern eben der Prozess des Erschaffens. Manifestation.

Nachdem wir nun wissen, wie wir unsere Ängste loswerden, sind wir also auf dem besten Weg Götter zu werden. Alles liegt in unserer Hand. Ob wir eine Gitarre bauen oder mit einem Raumschiff durch die Zeit reisen. Das, was wir aus unserem Leben machen, ist allein unsere Entscheidung.

Nehmt euer Leben selbst in die Hand und verlasst das Gefängnis der Angst.

Schlusswort

Wir sind hier, auf diesem Planeten, in diesem Körper um Erfahrungen in ihm zu machen. Erfahrungen von Liebe und Angst. Von Göttlichkeit. Es ist immer eine Angst, die wir auflösen, wenn wir etwas Neues tun oder eine neue Liebe entdecken.

Wenn alle Ängste überwunden sind, befinden sich Körper, Geist und Seele in vollständiger Liebe und ist somit mit allen anderen liebenden verbunden.

Angst oder Liebe ist eine Entscheidung. In jedem Moment unseres Lebens können wir in Liebe zu uns selbst oder in Angst leben. Folge ich nun meinen Ängsten und stelle mich ihnen, kann ich mich weiterentwickeln.

Wer sich völlig in der Liebe befindet, ist frei und kann so sein, wie er wirklich ist.

Nun hat jeder Mensch ein Leben lang Zeit, all seine Ängste loszulassen. Zu erkennen, dass er selbst ein Gott ist. Das kann man erreichen durch systematisches Herangehen, oder auch durch Meditation, in der man die Angst als Illusion erkennt.

Man kann nicht wissen, nur glauben. Unsere Überzeugungen erzeugen unsere Realität.

Ich hoffe, ich konnte euch mit diesen Worten positiv beeinflussen, sodass dieser Planet und diese Welt davon profitiert.

Mehr Geld und mehr Macht ist nicht die Lösung unserer Probleme. Wir alle müssen unsere Ängste verlieren und so sein, wie wir wirklich sind.

Veröffentlicht am: 12. März 2014
Kategorie: Gedanken
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