Denis Sandmann

Angst – Das größte Problem unserer Gesellschaft

Fakten zum Buch:
Veröffentlichung: 2014
Wortanzahl: 8400
Verfügbare Formate: E-Book und Print

Das Buch Angst – Das größte Problem unserer Gesellschaft, war für mich ein verrückter Prozess. Ich reiste oft von Lingen (Ems) zur Nordsee an den Strand, um mir dort Gedanken über das Buch und was ich damit erreichen will zu machen. In meinem Kopf befanden sich viele Gedanken darüber, was Angst ist und ich hatte die Vermutung, dass das Gefühl Angst eines der größten Probleme unserer Gesellschaft, wenn nicht sogar das größte Problem, ist. Es geht hier nicht um die Angst, die man vor dem Tod hat oder die Angst, die man spürt, wenn man überfallen wird. Viel mehr geht es um die Angst, die man täglich mit sicher herumträgt. Die Angst, mit der man morgens aufsteht und abends schlafen geht. Die Angst, die uns davon abhält, Verrücktes zu tun und Neues zu schaffen.

Ich hatte das Gefühl, dass diese unbewusste Angst mich und viele andere Menschen, davon abhielt, das Leben zu genießen und wirklich das zu tun, worauf ich Lust hatte, dass diese Angst der Hauptverursacher vieler Krankheiten und Leiden sei und das ich herausfinden müsste, wie man sie besiegt. Viele träumen von einem Leben, das ganz anders aussieht, als das was sie zurzeit haben. Was hindert diese Menschen daran aufzustehen und die ersten Schritte in Richtung Ihrer Träume zu gehen?

Es war Zeit für ein Experiment. Ich stellte mir selbst die Frage:

„Wenn ich meine Angst links liegen lasse und zu 100 % einfach nur das tue, was ich wirklich will, fügt sich das Leben dann so, dass ich alles habe, was ich brauche?“

Wenige Tage später, kaufte ich mir eine Reiseausrüstung, nahm mir einen guten Freund und versuchte 1 Woche lang ohne Geld durch den Teutoburger Wald zu reisen. Das klappte sehr gut. Wir hatten jederzeit alles, was wir brauchten und wir versuchten völlig angstfrei nur das zu tun, was wir wirklich wollten.

Ich wollte aber noch einen Schritt weiter gehen und eine Reise unternehmen, auf der ich ganz allein war. Wenn man allein reist, dann kann man sich jeden Tag neu erfinden. Man kann ausprobieren, wer man sein will. Eine interessante Erfahrung, die ich noch nirgendwo anders machen konnte. Ich machte mich auf den Weg, erneut mit meinem Rucksack, meinem Schlafsack, einer Hängematte, 400 € auf dem Konto und der Entschlossenheit, meine Angst zu Hause zu lassen. Ich stelle mich an die Straße, hielt den Daumen raus und wurde kurze Zeit später mitgenommen. Meine Reise führte mich nach Osteuropa, bis in die Slowakei zum Rainbow Gathering 2012.

Die Zeit, in der ich die Reise unternahm, war magisch. Hatte ich ein Problem, fand ich leicht eine Lösung. Brauchte ich Geld, hab ich welches gefunden. Fühlte ich mich allein, tauchte Gesellschaft auf. Ich hatte jeden Tag alles, was ich brauchte. Zwischendurch musste ich mich immer wieder daran erinnern, dass ich auf dieser Reise ohne Angst leben wollte. Ich wollte wissen, wie es ist, das Leben ohne Angst. Immer dann, wenn ich loslassen konnte, passierten mir diese unglaublichen Zufälle.

Ich erkannte später, dass diese „unglaublichen“ Situationen, keine wirklichen Zufälle waren, sondern eher durch meine positive, angstfreie Einstellung zu mir selbst und zu meinem Leben generiert wurden.

Das Buch habe ich dann anschließend aus den Notizen, die ich über die Monate dazu gesammelt hatte, geschrieben. Alle meine Erkenntnisse zu diesem Thema habe ich versucht, klar und deutlich zu verpacken. Ein für mich sehr wichtiges Buch, denn es setzt das Fundament in meiner persönlichen Entwicklung und hat größtenteils zu dem Denis Sandmann beigetragen, der ich heute bin.

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Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

  1. Angst
  2. Was ist Angst?
  3. Angst in der modernen Gesellschaft
  4. Beschäftigungen
  5. Angst – Ein Fluch und ein Segen
  6. Überzeugungen – Unser wichtigstes Werkzeug
  7. Beispiele wie mir Angst im Alltag begegnete
  8. Das Problem Angst
  9. Ein tiefer Blick in unsere Überzeugungen
  10. Die Angst ist mein Lehrer
  11. Vom Wissen und Glauben
  12. Ehrlichkeit – Wahrhaftigkeit – Wahrheit
  13. Was ist Gott?

Alles was du dir vorstellen kannst existiert.

Es ist ein Gefühl, das immer unter uns ist. Es begleitet uns das ganze Leben. In der Evolution aller Tiere spielt die Angst eine wichtige Rolle. Sie zeigt uns, wann wir wo flüchten müssen. Was gefährlich ist und was nicht. Wer ein feines Gespür hat, merkt sehr schnell durch seine Angst, von welchen Menschen er sich fernhalten sollte, und welche ihm gut tun, oder Glück bringen. In unserem Überlebensbaukasten ist die Angst also ein wichtiges Werkzeug oder Instrument.

Doch meiner Meinung nach gibt es in uns, in dieser Gesellschaft, mehr davon als nötig und meist an Stellen, die einen daran hindern, seine wirkliche Aufgabe zu erfüllen. Seinen Weg zu finden. Sich selbst zu erkennen.

Was ist Angst?

Was ist eigentlich Angst? Angst ist nur ein Gefühl. Doch anders als andere Gefühle nimmt es einen sehr großen Teil unseres Lebens ein.

Die Menschen scheinen ihre Angst zu lieben. Sie gehen mit ihr aus und schlafen mit ihr ein. Angst soll uns beschützen. Vor wilden Tieren oder anderen Gefahren.

Meiner Meinung nach ist sie Hauptverursacher aller Krankheiten und Leiden. Wer in Angst lebt, dem geht es nicht gut. Wir alle möchten ohne Angst leben. Ohne Angst vor dem Tod, vor Hunger, vor Kälte, davor, allein zu sein. Die Angst ist das größte Problem in unserer Gesellschaft. Sie bringt uns auseinander, sie trennt uns. Was man fürchtet, will man nicht kennenlernen.

Wenn man Gefühle genauer betrachtet, gibt es eigentlich nur 2 Grundzustände, in denen man sich befinden kann. Angst oder Liebe. Ich bin traurig, also habe ich Angst beispielsweise etwas zu verlieren. Oder ich habe es schon verloren und habe Angst vor der Zukunft ohne das Verlorene. Ich freue mich über etwas, also befinde ich mich in der Liebe.

Man kann also sagen, 2 Grundenergien. Die Energie der Angst und die Energie der Liebe. Alles andere, was wir glauben zu fühlen, sind Emotionen, die sich in die Schublade Angst oder Liebe einordnen lassen.

Angst in der modernen Gesellschaft.

Ungefähr ab Entstehung der modernen Gesellschaft und ihren politischen Systemen bekommen wir es mit einer ganz anderen Größe von Angst zu tun. Zu unseren Zeiten als „Wald – Mensch“ konnten wir uns so weit entfalten, bis wir innerhalb der Gruppe oder des Stammes auf Widerstand gestoßen sind. Als Individuum bleiben uns einige Möglichkeiten …

  1. Sich anpassen und seine Träume und Wünsche über den Haufen werfen.
  2. Die Gruppe verlassen und sich einer Neuen Anschließen.
  3. Letztendlich bleibt auch noch Alleingang.

Heute sind es die gleichen, doch in anderem Ausmaß! Wo früher eine Gesellschaft aus wenigen Menschen bestand und so das alltägliche Leben meisterte, befinden wir uns heute in einer Gesellschaft von Milliarden Individuen. Es ist kaum möglich, dass sich Gegengesellschaften von nennenswerter Größe bilden.

Ein Beispiel ist Folgendes. Unser netter Waldbewohner lebt in einer gemütlichen Sippe, die als Jäger und Sammler von Ort zu Ort zieht. Eines Tages entdecken sie eine Siedlung in einem Tal. Einige der Jäger-und-Sammler-Gruppe fühlen sich vom bäuerlichen Leben angezogen, verlassen die Gruppe und müssen sich nicht davor fürchten, ermordet oder diskriminiert zu werden. Nun existiert eine Gesellschaft mit einer Gegengesellschaft. Es ist Platz für alle und jeder kann seiner Wege gehen.

Würde ich heute versuchen, meine eigene Gesellschaft zu gründen, mein eigenes Land, eigene Gesetze aufstellen oder keine, wie ein wilder im Wald leben oder ein Bauernhof gründen auf einem Stück Land, das mir gefällt, muss ich sehr wohl Angst haben davor, dass mich die Gegengesellschaft, unsere „Zivilisation“, in Grund und Boden tritt.

Wir verfolgen alle die gleichen Ziele, doch haben verschiedene Methoden diese zu erreichen.

Leider gibt es nur noch wenige Völker, die ihr eigenes Ding machen. Sich nicht von unserer Konsumgesellschaft beeinflussen lassen. Diese wird immer mächtiger und das ist das Problem.

Damals … sagen wir zur Steinzeit, war es noch überschaubar. Es gab den Stamm oder den Stamm und die anderen hinter den Bergen, man arrangierte sich oder führte Kriege. Kaum so, dass es der Erde schaden würde.

Doch durch diese Masse an Menschen auf einer Fraktion haben wir uns selbst ins Bein geschossen. Der Großteil der hier auf dieser Erde lebenden Menschen macht im Großen und Ganzen dasselbe. Eine Gegengesellschaft muss nicht unbedingt schlecht sein. Es geht nur ums Gleichgewicht. Doch die meisten Menschen haben Angst, teil einer dieser Gegengesellschaft(en) zu sein.

Besiegen wir diese Angst, können wir uns, die Erde und andere Lebewesen zu einem besseren, nachhaltigeren Leben führen.

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