Denis Sandmann

Die Gier nach Geld zerstört die Welt

Veröffentlicht am: 2. September 2015

Wenn ich mich umschaue, dann sehe ich mehr Dinge, die durch Geld entstanden sind, als durch die Natur. Mehr Dinge, die durch Angst entstanden sind, als durch Liebe und mehr Dinge die Gier vorantreiben, anstatt Genügsamkeit zu verkünden.

Mit jedem Tag, den ich auf dieser Erde verbringe, sehe ich das Es besser wird, mit jedem Tag sehe ich das Es schlechter wird. Das Leben befindet sich in einer Art Schwebezustand. Nichts Halbes und nichts Ganzes. Es gibt so viel, soviel das Es einfach, zuviel ist.

Das schwarze Loch

Der eine hat kein Geld und lebt wie ein Bettler. Der andere hat viel Geld und verkauft seine Seele. Das, was ihn ausmacht, dass wofür er steht. Ein Mensch ist nicht eine Zahl, eine Nummer, ein Wert, den man berechnen kann. Ein Mensch ist mehr Wert als das, er ist wertlos, unbewertbar.

Banken und Politiker brauchen diese Zahlen, denn sie können nicht alle Menschen kennen. Durch Zahlen wird alles übersichtlicher, einfacher zu gestalten. Ein bisschen hier addieren, dahin subtrahieren und schon ist die Waage wieder im Gleichgewicht.

Das, was wir wirklich sind, das wird dabei vergessen. Jeder wird vermessen, benotet oder ausgemustert. Die Schablonen des Lebens passen nicht auf dich, mein Freund. Entweder du machst mit oder wir nehmen dich mit.

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Und jeder, der da mitmacht, landet in einem Loch, eine Art Teufelkreis nur man läuft nicht im Kreis, sondern fällt in ein Loch. Diese Löcher, aus denen man nur mit einer Leiter oder einem Seil herauskommt.

Unüberschaubare Komplexität

Doch eigentlich ist es doch gar nicht so schlimm? Die Sonne scheint, die Vögel singen. Überall geht es vornan. Wir haben mehr Lösungen als Probleme, nicht wahr?

Nur so lange, bis man durch die Streifen am Himmel an Krebs erkrankt. Der geliebte Sohn mit Asthma am Lebensfaden schwankt.

Der Pharma Vertreter mit dem Namen Prof. Dr. Hausarzt sagt: Das kriegen wir hin, die Menschen die Krankheit erfunden haben, haben auch ein Heilmittel zurzeit im Sonderangebot. Übernimmt natürlich ihr Krankenkassenzwangsbeitrag.

Es ist komplex, die Probleme, die Lösungen. Das Puppentheater gibt eine Riesenshow. Eine unüberschaubare Komplexität wirkt auf uns ein. Die Meisten sind überfordert und lassen sich gar nicht drauf ein. Blenden sie aus und lassen sich vom Puppentheater unterhalten.

Unausgeglichene Wertung

Das Schlimme ist, dass wenn der eine viel hat, der andere wenig hat. Wenn wir gut leben, dann leben andere schlecht. Denn irgendwo muss das gut herkommen. Die Natur ist nichts, nicht gut nicht schlecht. Das Gesetz von Yin und Yang ist allgegenwärtig. Es ist nicht möglich ein Blumenbeet ausgeglichener zu machen, indem man einige Blumen abschneidet, in der Hoffnung sie würden dort nicht hingehören.

Alles hat seinen Platz und wer dieses Gleichgewicht stört, der rüttelt an der Grundlage des Lebens. Geblendet vom Glanz des Goldes.

Selbst die, die sich für selbstlos und heilig halten, die lassen sich blenden vom Glanz des Goldes. Lassen sich treiben von ihren abtrünnigen Gedanken. Vorstellungen, in denen die einen viel und die andere wenig haben, weil so kann es nur sein. Es ist das Spiel um Leben und Tod. Der Stärkere, Intelligentere gewinnt.

Wir werden in die Irre geführt vom Glanz des Goldes. Doch was ist mehr Wert, der Glanz oder die Kunst darauf zu verzichten?

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