Denis Sandmann

Geld ist nicht die Lösung

In dieser Welt scheint es oft so als sei Geld die Lösung für alles. Man möchte dies, man möchte das, nur etwas mehr Geld und der Traum wird Realität. Letztendlich ist Geld eben unser Tauschmittel und eben das Mittel zum Zweck, wenn es darum geht, Gegenstände oder Dienstleistungen zu kaufen die uns ermöglichen dies oder das zutun.

Doch eigentlich ist Geld nicht die Lösung. Nicht die allgemeine Lösung unserer Probleme.

Geld ist nur Papier

Oft sieht man in den Medien, dass es bestimmten Menschengruppen schlecht geht und man doch als toller reicher Deutscher ein paar Euros spenden sollte. Nur 10 Euro im Monat sollen dem Kind in Afrika regelmäßig etwas zu essen auf den Tisch und sauberes Trinkwasser bringen.

Klar, wenn ich für Geld etwas kaufe, dann kann ich es überall hin mitnehmen. Sofern ich über die Transportmittel verfüge. Aber mal ehrlich, die Lösung eines Nahrungsmittelverteilungsproblems löst sich doch nicht mit Summe X.

Dieses Problem löst sich durch Produktion und Nutzung genau an dem Ort, wo eben die Nahrungsmittel, Wasserkanister oder andere Sachen gebraucht werden.

So oft frage ich mich, was sich denn die Menschen die Spenden erhalten erhoffen. Ich soll mir hier einen Wolf schreiben, damit ich dir dahinten 10 Euro spenden kann, damit du sauberes Trinkwasser hast? Komischer Weg an Trinkwasser zu gelangen.

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Das Geld ist eben nur Papier. Viel Sinnvoller wäre es doch, wenn man eben das Wissen weiter verteilt, den Menschen zeigt, wie Ressourcen genutzt werden können und dann löst sich das Problem von ganz alleine.

Ich bin mir bewusst das es nicht immer so ganz einfach ist. Alle rennen dem Papier hinterher und das mit Rücksicht auf niemanden außer den eigenen Kontostand. Doch ich finde auch, es liegt in der Verantwortung von jedem sich gegen unmoralische Nutzung von natürlichen Ressourcen zu wehren.

Dort in Afrika kauft Nestle die Wasserquellen auf, stellt die Anwohner ein und verkauft ihnen ihr eigenes Wasser als Pure Life in der Flasche für einen Tageslohn. Also wer da nicht an die Decke geht, wer sich das gefallen lässt, der hat wohl zu viel Gutmütigkeit in sich.

Geld ist eben nur ein Stück Papier. Geld an sich hat keinen Wert. Wasser ist Wasser, Brot ist Brot und Geld ist eben nur Geld.

Zeit für Geld, Geld für Zeit

Viele Menschen erleben ihr da sein als Sklave in einer großen Firma. Man hat das Zutun, was auf dem Zettel steht, was der Vorgesetzte sagt, eben dass, was in deinem Arbeitsvertrag steht.

Träume eines sogenannten Angestellten sind weit entfernt und doch so nah. Nur noch ein paar Stunden mehr arbeiten und schon hätte ich genug Geld, wenn nicht die Miete so hoch wäre, wenn nicht Nahrungsmittel immer teurer werden würden, wenn und wenn und wenn.

Wann sieht eigentlich mal jemand das, das alles ein geplantes System ist, aus dem man nicht so schnell wieder herauskommt?

Du gehst arbeiten 40 Stunden die Woche. Bekommst dein Geld. Dann darfst du wieder abgeben an deinen Vermieter. In den 40 Stunden, die du arbeiten gehst, musst du natürlich auch noch was essen und nach den Ganzen anderen Kosten bleibt nicht mehr viel übrig. Am Anfang des Monats ist viel Geld da. Am Ende des Monats ist wenig Geld da. Wenige kommen in die Lage, in der der verdiente Geldbetrag, den Ausgaben der Zeitaufbringung, um eben diesen Betrag verdienen, übersteigt. Kurz gesagt, man arbeitet, nur um den nächsten Monat wieder zu arbeiten.

Es bleibt uns nichts anderes übrig als diese Geld Zeit Maschine abzustellen und für etwas zu arbeiten das mehreren Menschen und nicht nur deinem Chef nutzt.

Wo ist denn nun die Lösung?

Ach ja klar … Wenn nicht mehr Geld die Lösung ist, was dann? Das wolltest du sicher wissen … Richtig?

Die Lösung ist ganz einfach. Sie heißt teilen. Das was deinen Eltern so wichtig war, als du noch klein warst. Bring dem Jungen bloß das teilen bei, dass ist wichtig.

Wissen teilen, Ressourcen teilen, Zeit teilen, Hoffnung teilen. Einfach alles teilen, was es zu teilen geht, solang bis jeder gleich viel Zeit, Wissen, Ressourcen und eben Geld hat.

Doch was passiert mit den Menschen die nicht teilen wollen? Die Menschen, die ihre Habgier nicht unter Kontrolle haben.

Menschen, die immer mehr wollen, müssen ignoriert werden. Wir müssen aufhören damit. Ein Stück Geld wird nur ein Stück Geld dadurch das Du seine Existenz und seinen Wert akzeptierst. Es ist alles eben nur in unseren Köpfen.

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