Denis Sandmann

Kreiere etwas. Jeden Tag.

- Dieser Artikel enthält Werbung & Werbelinks. -

Jeden Tag kreativ zu sein ist nicht einfach. Speziell dann, wenn man jeden Tag kreativ sein muss. Die Kreativität scheint manchmal wie die Sonne zu sein. Sie ist immer da. An manchen Tagen scheint sie hell und stark, an anderen verdecken Wolken, Regen und Schnee ihren Schein.

In den letzten Wochen habe ich viel darüber nachgedacht, was eigentlich Kreativität ist, wo sie herkommt, wie wir damit umgehen und wie man sie fördern kann.

Mein Alltag ist von Kreativität geprägt. Jedoch benötigen einige Aufgaben, die ich mache, nicht viel Kreativität oder Energie. Die meisten allerdings sind kreativer Natur und benötigen sehr viel Energie. Das führt dazu, dass ich nur einige Stunden am Tag wirklich kreativ bin und dies, meist gezwungen. Dabei sind die Zeiten, an denen die Kreativität zuschlägt, doch so unterschiedlich und unvorhersehbar.

Bestimmt gibt es viele Web- und Grafikdesigner, Marketing- und Werbeleute, Problemlöser und Programmierer, die täglich neue Ideen bringen müssen, um am Ball zu bleiben. Da fragt man sich, ob die neuen Ideen nur hervorkommen müssen, weil alle glauben, es müssten neue Ideen kommen. Wie auch immer.

Was bringt Menschen wie Steve Jobs, Hans Zimmer, Christopher von Deylen, Magnus Birgersson, Jonathan Dagan, Pat Flynn, Steve Pavlina oder Casey Neistat dazu so herausragende Ergebnisse zu veröffentlichen?

Ist es Talent? Ist es Glück? Oder Zufall?

Ich denke, es ist zum einen der Fokus auf ein ganz bestimmtes Thema oder eine bestimmte Tätigkeit, gepaart mit der Professionalität jeden Tag aufzustehen und es einfach zu machen. Ein Autor, der nur gelegentlich schreibt, ist nur gelegentlich ein Autor. Jemand der jeden Tag schreibt, ist jeden Tag ein Autor. Die Transformation von kreativer Arbeit zu täglicher Gewohnheit, zum Spiel des Lebens, bringt die Leute dazu, so viel und so viel Gutes rauszubringen.

Dabei ist es völlig egal, was man kreiert. Hauptsache ist, der kreative Muskel im Kopf wird benutzt und trainiert. Ich bin mir sicher, dass man hier auch das Pareto-Prinzip anwenden kann. Nur 20 % der Veröffentlichungen aller Künstler sind für 80 % deren Erfolgs verantwortlich. Man muss nicht jeden Tag ein Meisterwerk erschaffen, um ein guter Musiker zu sein. Man muss einfach nur jeden Tag Musik machen, um ein Musiker zu sein.

Viele halten sich selbst auf, weil sie denken ihre Arbeit sei nicht gut genug. Aber am Ende des Tages zählt doch nur das, was man getan hat, und nicht all das, was man hätte tun können.

Ich möchte jeden, der das liest, dazu inspirieren, jeden Tag den Pinsel in die Hand zu nehmen und der eigenen Kunst, was auch immer das ist, zu folgen.

Bist du ein Autor? Dann schreibe täglich.
Bist du ein Musiker? Dann musiziere täglich.
Bist du ein Tischler? Dann arbeite täglich mit Holz.
Bist du ein Programmierer? Dann programmiere täglich.
Bist du ein Maler? Dann male täglich.

Zehntausend Stunden und du wirst, zum Meister.

Es gibt nichts Besseres, als es einfach zu machen. Man muss erst 10.000 Bilder malen, um vielleicht 100 richtig Gute zu veröffentlichen. Mal eben hier was machen, da was machen, dass bringt nicht unbedingt weiter. Es muss täglich sein. Die Gewohnheit mit dem Fokus auf das, was wirklich zählt, bringt uns dazu hervorragende Ergebnisse zu veröffentlichen.

Egal was deine Kunst ist, übe sie täglich aus. Gibt deiner Profession die Zeit und die Aufmerksamkeit die sie verdient.

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Veröffentlicht am: 11. Dezember 2017
Kategorie: Gedanken, Minimalismus, Musik

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