Denis Sandmann

Meine Tipps und Ideen zum Thema: Geld sparen

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Manchmal hat mans, manchmal nicht. Geld kommt und geht. Damit man von seinem Geld länger was hat, muss man sich gut überlegen wofür man sein Geld ausgibt, wo man Geld einsparen kann und wo man etwas mehr Geld ausgeben sollte um langfristig Geld zu sparen.

Es gibt unzählige Systeme, Ideen und Ratgeber zum Thema Geld sparen. Doch jeder macht da natürlich auch seine eigenen Erfahrungen. Ich möchte hier mal aufzählen was ich so im Alltag beachte um mit meinem Geld besser auszukommen. Hier sind meine Tipps und Ideen zum Thema Geld sparen.

Kostenaufstellung

Das erste was ich gemacht habe, als ich mich dazu entschloss regelmäßig meine Kosten zu überwachen um dabei Geld zu sparen ist eine Kostenaufstellung.

Jeden Tag trage ich in eine Tabelle meine Kosten ein. Das sieht dann ungefähr so aus:

21.05.2016
Lebensmittel 25,86 €
Tanken 42,54 €

Ich mache das mit Libre Office Calc und habe die Liste so eingestellt das sie mir automatisch meine Ausgaben pro Monat zusammenrechnet. Dann brauch ich nur noch meine Einnahmen des Monats gegenrechnen und sehe ob ich Gewinn oder Verlust gemacht habe.

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So eine Kostenaufstellung macht einem schnell klar wofür man das meiste Geld ausgibt, welche Ausgaben immer wieder auftauchen und macht einem das eigene unbewusste Kaufverhalten bewusst. Man sieht bereits nach wenigen Wochen wo es Einsparpotenzial gibt und welche Ausgaben vielleicht völlig unnötig waren. Ich kann es jedem empfehlen mal mehrere Wochen Buch über Einnahmen und Ausgaben zu führen, dass verschafft Klarheit und ein neues Bewusstsein über die verfügbaren Mittel.

Minimalismus

Immer wenn ich ans Sparen denke, dann taucht bei mir im Kopf auch der Begriff Minimalismus auf. Für mich ist Minimalismus eine Lebensphilosophie. Ich versuche alles was mich aufhält zu minimieren und alles was mich weiterbringt zu maximieren. Aber auch hier ist weniger oft mehr und man lernt die kleinen Dinge zu schätzen.

Am einfachsten spart man natürlich Geld, indem man etwas nicht kauft. Also frage ich mich bevor ich etwas kaufe innerlich immer ob ich das, was ich da im Begriff bin zu kaufen, wirklich brauche. Ist es wirklich nötig? Brauche ich diesen Gegenstand / Service auch noch nächste Woche? Nächsten Monat? Nächstes Jahr? Profitiere ich davon langfristig oder ist etwas das mir nur kurzfristig weiterhilft? Kann ich vielleicht das gleiche Ergebnis mit etwas kostenlosem erzielen? So kann man schon einige Impulskäufe abschütteln und sein Portemonnaie stecken lassen.

Aber auch die Idee mit weniger auszukommen ist eine Philosophie die dem Willen Geld zu sparen gut harmoniert. Wer wenig braucht, kauft wenig. So einfach ist das.

Die großen 3

Wie beim Wandern, kann man meist bei den großen 3 am meisten sparen. Beim Wandern wäre das z.B. das Gewicht vom Rucksack, Zelt und der Isomatte. Beim Geld wohl eher Miete, Lebensmittel und Versicherungen.

Wer Geld sparen möchte, sollte sich also überlegen wie er die Kosten von diesen 3 Ausgabefaktoren senken kann. Dafür habe ich im Laufe der Zeit einige Möglichkeiten kennengelernt.

Mietkosten einsparen:

haus-reihe

Die Miete ist zweifellos für die meisten Menschen die keine eine Immobilie besitzen eine der größten monatlichen Ausgaben. Dabei ist Wohnen aber auch ein großer Faktor der Lebensqualität. Man möchte sich in seinem Zuhause sicher und geborgen fühlen. Je nachdem was für Bedürfnisse man hat, muss man auch entsprechend Geld auf den Tisch legen.

Um Geld bei der Miete zu sparen könnte man in eine günstigere Wohnung ziehen, ein Haus oder eine Wohnung kaufen, im Zelt, Wohnmobil, Segelboot oder Tiny House leben, als Nomade von Ort zu Ort ziehen und Couchsurfing nutzen oder freiwillig ohne Obdach leben. Es gibt viele Menschen die nicht in einer normalen Wohnung leben, nicht Miete zahlen und nicht Vollzeit arbeiten. Wer seinen Kopf für alternative Lebensarten öffnet kann und sich inspirieren lässt, kann sich mit sehr wenig Geld ein Zuhause schaffen.

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Bestenfalls eliminiert man Mietkosten komplett. Das geht, wenn man z.B. bei Freunden, Bekannten oder in seinem Elternhaus wohnen kann. Generell würde ich jedem Menschen der es mag, empfehlen mit seiner Familie zusammen zu leben. Da muss man als Sohn oder Tochter meist keine oder nur sehr wenig Miete zahlen. Außerdem könnte man sich wie in einer Wohngemeinschaft die Mietkosten teilen und so für den Einzelnen die Mietkosten erheblich senken.

Wer schon ein eigenes Haus oder eine Wohnung hat, kann sich glücklich schätzen. Aber nicht jeder hat sein „Eigentum“ schon abbezahlt. Alle paar Monate lohnt es sich mal nach günstigeren Kreditkonditionen zu schauen, vielleicht lässt sich so ein teurer Kredit ablösen.

Stromkosten einsparen

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Zu den Wohnkosten gehören auch Nebenkosten wie Strom, Wasser und Heizkosten. Bevor man bei sich selbst anfängt, sollte man mal einen Blick auf den Strom, Gas und Wasseranbieter werfen. Die regionalen Stadtwerke sind meist um ein vielfaches teurer als andere Stromanbieter. Ein Wechsel ist schnell, einfach und kann eine Ersparnis von mehreren hundert Euro im Jahr bringen. Also Preise vergleichen und Wechsel beantragen.

Stromkosten spart man am besten in dem man möglichst wenig elektrisch betriebene Geräte hat und nutzt. Je mehr Geräte man hat und nutzt, desto höher wird wohl die Stromrechnung sein.

Das erste wäre wohl, Geräte die man nicht braucht vom Stromnetz zu trennen und zu verkaufen. Geräte die man nur für eine bestimmte Zeit braucht z.B. WLAN-Router, Computer, Laptop, Mikrowelle, Radio und Licht nur dann einzuschalten wenn man Sie nutzt. Ich z.B. schalte immer mein Handy, meinen Computer und den WLAN-Router nachts aus. Wenn wir für mehr als 7 Tage nicht Zuhause sind, essen wir den Kühlschrank leer und trennen ihn vom Stromnetz. Auch ne gute Gelegenheit den Kühlschrank mal sauberzumachen.

Der nächste Schritt wäre die größten Stromfresser zu identifizieren. Für mich war das mein Desktop Computer mit 500 Watt Netzteil. Jetzt habe ich einen Laptop der braucht ca. 50 Watt unter Volllast. Damit spare ich im Jahr ca. 100 Euro. Aber auch Lampen und große Geräte wie der Kühlschrank, Herd und der Gefrierschrank sind eine Untersuchung wert. Viele Birnen gibt es heute auch als LED Version, die verbrauchen natürlich weniger Strom als herkömmliche Glühbirnen.

Hersteller versuchen auch heutzutage Geräte so zu konstruieren, dass sie möglichst energieeffizient sind. Wer also noch einen sehr alten Kühlschrank betreibt, der könnte sich mal ausrechnen nach wie vielen Betriebsstunden sich ein neuer stromsparender Kühlschrank bezahlt macht.

Ein weiterer Punkt auf den man seinen Fokus lenken sollte, ist der Stromanbieter. Standardmäßig bezieht man bei den örtlichen Stadtwerken Strom und Gas. Doch die haben meist viel höhere Preise als andere Anbieter. Ich habe mich von den örtlichen Stadtwerken verabschiedet und beziehe nun Strom von Yello. Hier kann man auch einige hundert Euro im Jahr sparen.

Wer noch einen Schritt weitergehen möchte, der kann in Solartechnik investieren. Für unter 1000 Euro kann man sich schon ein System mit Solarpanel, Laderegler, Solarbatterie und Wechselrichter bauen und seine elektrischen Geräte damit betreiben. Wer die Solarmodule nicht auf dem Dach montieren will oder kann, der kann sie auch auf dem Balkon oder auf der Fensterbank platzieren. Es gibt auch Solarmodule im kompakten Kofferformat mit Standfuß, praktisch wenn man z.B. mit dem Wohnmobil unterwegs ist. Wer keinen Fernseher, Laptop oder andere große Verbraucher hat oder braucht, könnte die nötigsten Gegenstände wie z.B. Smartphone mit einem kleinen Solarmodul mit USB Lademöglichkeit laden. Grundsätzlich ist eine Solaranlage immer eine langfristige Investition, die sich bei sorgsamem Umgang und konsequenter Nutzung bezahlt macht.

Mit diesen Tipps habe ich zusammen mit meiner Partnerin in meiner Wohnung im Jahr 2015 nur 1.193 kWh verbraucht.

stromrechnung

Man muss dazu sagen, wir hatten zu der Zeit keine Solaranlage und die einzigen Stromverbraucher die wir haben sind:
– Laptops
– Ladegeräte für Kamera, Smartphone und Batterien
– Kühlschrank
– E-Herd
– Licht (LED)
– WLAN-Router
– Staubsauger
– Waschmaschine

Einen Fernseher hatten wir nie und brauchen wir auch nicht.

Wasserkosten einsparen

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Der nächste Punkt auf der Nebenkostenabrechnung ist der Wasserverbrauch. Wasser kostet immer dann Geld, wenn es fließt. Also muss man sehen das man Wasserhahn, Badewanne, Dusche und Toilette so wenig wie möglich nutzt. Natürlich geht das nicht immer, manche müssen wegen der Arbeit täglich duschen, andere wollen täglich duschen.

Aber auch hier gibt es einige Möglichkeiten Wasser zu sparen. Erstmal kann man bei der Toilettenspülung den kleinen Knopf betätigen oder den Stopp-Knopf drücken, wenn man sieht das ein weiteres Spülen nicht nötig ist.

Wer sich gesund ernährt, stinkt nicht so schnell und muss auch nicht so oft duschen. Regelmäßiges Kämmen der Haare lässt sie nicht so fettig aussehen. Kalt duschen spart Heizkosten und beim heiß duschen kann man das kalte Wasser, dass in den Abfluss fließt bevor das warme Wasser kommt, in einem Eimer auffangen und zum Putzen, Blumengießen oder spülen der Toilette nutzen.

Je nachdem wo man lebt, kann man auch gut in Flüssen oder Seen baden gehen. Aber bitte kein Shampoo oder Seife in die Natur bringen. Dann lieber Zuhause duschen.

Die Waschmaschine muss nicht so oft angestellt werden, wenn man seine Kleidung regelmäßig lüftet und darauf achtet sie sauber zu halten. Wenn eine Ladung gewaschen wird, dann am besten mit einer vollen Waschmaschine. Ein Trockner ist nicht unbedingt nötig. Man kann seine Wäsche wunderbar auf einem Wäscheständer aufhängen und dort trocknen lassen. Dauert zwar länger, spart aber Strom.

Wer einen Garten pflegt, der kann bevor der Rasensprenger angestellt wird, dem Wetterbericht etwas Aufmerksamkeit schenken. Für die Pflanzen kann man auch wunderbar Regenwasser sammeln und die Pflanzen damit gießen. Oft macht es auch Sinn bestimmte Pflanzen zusammen einzupflanzen. Viele Pflanzen haben tolle Eigenschaften die das Wasser im Boden halten und so das manuelle Bewässern fast überflüssig machen.

Heizkosten einsparen

kaminholz

Ich habe fast nie die Heizung an. Nichtmal im Winter. Ich mag die trockene Heizungsluft überhaupt nicht. Nur wenn ich weiß das ich Besuch bekomme, dann mache ich die Heizung ca. eine Stunde vorher an. Durch mein Asthma ist es mir lieber, wenn immer ein Fenster geöffnet ist und ich frische Luft habe. Dafür ziehe ich mich dann entsprechend der Jahreszeit auch an.

Wer nicht auf die Heizung verzichten möchte, der kann trotzdem einiges einsparen. Für Ölheizungen lohnt es sich einen Blick auf Kraftstoffadditive zu werfen. Da gibt es Mittel die die Eigenschaften des Heizöls verbessern und so dafür sorgen das die Anlage besser und effizienter läuft. Auch eine Reinigung oder eine Modernisierung des Heizsystems kann die Leistung verbessern und einen positiven Kosten / Nutzen Faktor mit sich bringen.

Wie schon oben bei den anderen Punkten beschrieben, kann man auch eine Menge sparen indem man einfach mal schaut ob es nicht günstigere Anbieter für Öl oder Gas gibt. Das Internet ist hier dein Freund.

Wer mit Holz heizt, der kann einen Baumfällservice anbieten und als Lohn das Holz mitnehmen. Oft findet man auch im Internet z.B. auf Ebay Kleinanzeigen Menschen die einfach Holzreste loswerden wollen. Die kann man dann kostenlos abholen und hat wieder ein bisschen Brennstoff für den Ofen.

Grundsätzlich würde ich sagen, wenn man heizt, dann nur einen Raum. Früher war es doch auch so, oder? In der Küche hat sich alles abgespielt, weil dort der Ofen war. Man kam zusammen, spielte Spiele, kochte, unterhielt sich. Die Wärme des Ofens zog alle Mitbewohner des Hauses an. Heute ist es nicht anders. Wenn du in einer großen Familie lebst, muss nicht jeder den ganzen Winter in seinem Zimmer hocken mit Heizung auf 5 nur weil es kalt ist. Holt alle zusammen ins Wohnzimmer, dreht da die Heizung auf, spart Kosten und stärkt euren Zusammenhalt.

Sowieso je mehr Menschen in einem Raum sind, desto schneller wird dieser warm. Allein der menschliche Körper erzeugt sehr viel Wärme und wer die richtige Kleidung trägt, braucht nicht soviel externe Wärme.

Weitere Kosten in Haus und Wohnung

Weitere Kosten die aufkommen könnten, wären Kosten für Anschaffungen wie Möbel, Lampen und alles was man so braucht für den Haushalt.

Auch hier kann man Geld sparen indem man Angebote abwartet, Coupons aus dem Internet nutzt wenn man etwas kaufen will oder sich Dinge gebraucht kauft. Gegenstände wie ein Staubsauger, ein Schreibtisch oder Blumentöpfe, bekommt man oft günstig auf Flohmärkten oder in 2. Hand Kaufhäusern. Ebay Kleinanzeigen ist auch eine super Anlaufstelle. Das Portal hat sogar eine Kategorie mit Dingen die andere Anbieter verschenken möchten. Da wird man fast immer fündig und man muss meist nur noch den Transport organisieren.

Lebensmittelkosten einsparen

Diesen Punkt auf der Liste der Tipps sehe ich etwas kritisch. Einerseits möchte man gesund und möglichst lange leben. Andererseits möchte man natürlich auch nicht nur für die Ernährung des eigenen Körpers arbeiten.

Die oben beschriebenen Tipps funktionieren natürlich auch für den Einkauf von Lebensmitteln. Also Coupons nutzen, Angebote abwarten bzw. Prospekte durchstöbern und das kaufen was im Angebot ist und nicht soviel kaufen das Lebensmittel verderben, bevor man dazu kommt sie aufzuessen.

Aber grade beim Einkauf von Lebensmittel und bei der Ernährung lässt sich einiges optimieren. Man könnte schauen welche Lebensmittel das beste Kalorie zu Preis Verhältnis haben und mehr davon kaufen. Allerdings ist das nicht unbedingt gesund. Wohl eher muss man schauen das man Lebensmittel findet, die sowohl günstig als auch gesund sind.

Ich möchte hier keine konkreten Vorschläge geben, denn die Ernährung ist ein sehr persönliches Thema. Lebensmittel machen bei mir den größten Teil meiner Ausgaben aus, aber das ist mir auch der wichtigste Teil und deshalb möchte ich bewusst etwas mehr Geld in meine Ernährung investieren.

Womöglich ist das eine Investition die sich langfristig gut bezahlt macht, denn wer gesund ist der kann optimal denken und an Projekten arbeiten, wird selten krank und hat daher die Möglichkeit vielleicht mehr Geld zu verdienen als Menschen die nicht so gesund sind.

Zur Tafel gehen

Mal abgesehen von der Ernährungsform der man sich verschrieben hat, muss jeder irgendwie was essen und diese Lebensmittel beschaffen. Eine Möglichkeit ist in den Supermarkt zu gehen und sich das zu kaufen was man haben will. Eine andere Möglichkeit ist zur Tafel zu gehen und sich dort mit Lebensmittel auszustatten.

Die Tafel ist ein eingetragener Verein der es sich zur Aufgabe gemacht hat Lebensmittel die noch verzehrbar sind, aber von den Supermärkten weggeworfen werden, weil sie nicht mehr verkäuflich sind, den Qualitätsansprüchen der Supermarktbetreiber nicht mehr genügen oder gesetzlich nicht mehr verkauft werden dürfen, einzusammeln und neu zu verteilen.

Die Tafel erhebt dafür keinen Preis. Lediglich einen Obolus für die Kosten die bei der Sammlung und Verteilung der Lebensmittel entstehen.

Ich habe selbst mal die Lingener Tafel einen Tag lang begleitet und ein kleines Video davon gemacht:

Die Meisten die bei der Tafel tätig sind machen das dort ehrenamtlich. Das heißt sie werden nicht bezahlt. Anders würde die Tafel nicht funktionieren.

Nicht jeder kann bei der Tafel einfach so Lebensmittel holen, der Service ist jenen vorbehalten die ein geringes Einkommen vorweisen können.

Viele denken im Zusammenhang mit der Tafel an verdorbene, schimmlige Lebensmittel. Aber meine Erfahrung zeigt eher das Gegenteil. Es ist unglaublich was alles weggeworfen wird. Da sind zum einem Lebensmittel die gesetzlich nicht mehr verkauft werden dürfen, zum anderen Lebensmittel die nicht mehr den Qualitätsansprüchen der Supermarktbetreiber genügen. Aber auch wenn z.B. eine Palette Eier umfällt, 30 % der Eier beschädigt sind, dann lohnt es sich wohl nicht mehr für den Supermarkt die 70 % die noch in Ordnung sind herauszusuchen, zu reinigen und dann zum Verkauf anzubieten. Die ganze Palette wird weggeworfen und auch sowas könnte dann von der Tafel sortiert werden.

Dann gibt es noch Lebensmittel die mit Verpackungsfehlern produziert werden. Lebensmittel die nur saisonal verkauft werden wie z.B. Weihnachtsartikel. Bei der Tafel gibt es so ziemlich das ganze Jahr über Schokoladenweihnachtsmänner und Spekulatius.

Also die Tafeln machen einen tollen Job und bieten eine tolle Möglichkeit der Lebensmittelverschwendung entgegenzuwirken.

Foodsharing

Eine andere Organisation die sich in den letzten Jahren etabliert hat ist die Website www.foodsharing.de. Dort kann jeder noch essbare Lebensmittel einstellen und abholen.

Ich selbst hab auf Foodsharing zwar noch nie was eingestellt oder abgeholt, allerdings habe ich mal den Aufruf einer älteren Frau der am schwarzem Brett eines Supermarktes hing befolgt. Sie hatte mehrere Obstbäume im Garten, war aber nicht mehr in der Lage diese zu pflücken. Zusammen mit meiner Partnerin bin ich dann dort hingefahren. Habe das ganze Obst gepflückt und vom Boden gesammelt, sortiert und dann alles weiterverteilt. An Bekannte, Freunde und Altenheime. Das hat super funktioniert. Foodsharing ist genau für sowas. Du hast zu viel? Es ist etwas über? Teile es mit anderen.

Containern

Wenn man so unsere Gesellschaft betrachtet, ist es eigentlich schade das es so Organisationen wie die Tafel oder Foodsharing gibt. Jeder sollte eigentlich genug haben um sich ernähren zu können und es sollte nicht so viele Ressourcen verschwendet werden um Lebensmittel zu produzieren die nicht benötigt werden.

Eine Möglichkeit von dieser Überproduktion zu profitieren ist das Containern. Wie oben beschrieben werfen viele Supermärkte Lebensmittel weg die eigentlich noch völlig in Ordnung sind. Man kann versuchen kurz vor Ladenschluss direkt im Supermarkt nach diesen Lebensmitteln zu fragen oder man wartet bis der Supermarkt schließt und wirft mal einen Blick in die Biotonnen.

Ich habe das mal eine Zeit lang gemacht. Es ist unglaublich was man und vor allem wie viel man findet.

Tonnenweise Brot und Brötchen, Joghurts, Obst und Gemüse mit kleinen Macken oder ganze Packungen wo nur ein Apfel schlecht geworden ist aber die 19 anderen noch völlig in Ordnung sind.

Also wer wirklich Geld sparen und der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken will, der kann so sich einiges an Lebensmittel besorgen. Wäre ich jeden Tag auf Container-Tour gegangen hätte ich nichts mehr einkaufen müssen. Außer vielleicht so Dinge wie Butter, Eier oder andere Lebensmittel die ich unbedingt hätte haben wollen. Ansonsten wäre eine Ernährung nur aus dem “Müll” möglich gewesen.

Wildpflanzen in die Ernährung intrigieren

brennnessel-nessel-feld

Irgendwann habe ich mir mal die Frage gestellt:

“Was mache ich eigentlich wenn der Supermarkt einfach zu hat? Woher bekomme ich dann meine Lebensmittel?”

Dieser Gedanke führte mich auf die Suche nach Lebensmitteln die man frei verfügbar aus der Natur sammeln kann. Irgendwas muss es ja gegeben haben bevor Supermärkte und Bauernhöfe die Verteilung und Produktion von Lebensmitteln übernommen haben.

Ich fing dann an mich mit Wildpflanzen zu beschäftigen, fragte alte Menschen: “Was habt ihr gegessen, wenn es im Krieg nichts gab?”

Der Tee kam aus dem Wald, die Kartoffel vom Feld geklaut, der Fisch aus dem Fluss.

Erstaunlicherweise musste ich erkennen das die Natur eine Vielzahl von essbaren Wildpflanzen hervorbringt die man einfach nur noch finden, sammeln und essen muss. Pflanzen wie Brennnesseln, Löwenzahn, Spitzwegerich, Holunder, Eberesche, Ampfer, Sauerklee, Beinwell und Gänseblümchen lassen sich fast überall finden.

Im Internet findet man haufenweise Informationen darüber wie man diese Pflanzen findet, worauf man achten muss und was man alles mit diesen Pflanzen machen kann.

Also wer Geld sparen möchte, sollte hier etwas dazulernen und sich am kostenlosen Buffet der Natur bedienen. Nicht nur sind diese Lebensmittel kostenlos, sie enthalten auch weit mehr Nährstoffe als das was man im Supermarkt kaufen kann. Dazu kann ich das Buch von Guido Fleischhauer empfehlen, mit auch ich die ersten Schritte in die Welt der Wildpflanzen gewagt habe.

Einen Angelschein oder Jagdschein machen

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Nicht nur Pflanzen kann man sich kostenlos aus der Natur besorgen, sondern auch Fische und andere Tiere.

Für das Fischen und Jagen braucht man natürlich eine entsprechende Erlaubnis. Aber hat man diese einmal ist der Prozess eigentlich ziemlich einfach.

Wer einen Angelschein macht und dann einem Angelverein betritt, der kann in den Gewässern des Vereins meist soviel fischen wie er will. Ich gehe regelmäßig angeln und bringe Fische die groß genug zum Essen sind mit und bereite sie selbst zu. Ein guter Hecht mit Beilagen ist völlig ausreichend für 2 – 4 Personen.

In Niedersachsen an der Nordsee kann man sogar ohne entsprechend Erlaubnisschein angeln. Nur ein Angelschein und der Personalausweis wird benötigt. Ich empfehle aber bevor man die Rute auswirft man eben online zu recherchieren ob jemand das zu beangelnde Gewässer gepachtet hat. Wer sich dann an die Mindestmaße und Schonzeiten hält, der kann sich das ganze Jahr über mit frischem Fisch versorgen.

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Wie es sich mit dem Jagen verhält weiß ich nicht genau. Aber ich denke wenn man einen Jagdschein hat und regelmäßig auf Jagd geht, bzw. ein Jagdrevier hat, der kommt ziemlich günstig an sehr qualitativ hochwertiges Fleisch.

Versicherungen einsparen

Ich bin zwar nicht so der Fan von Versicherungen, allerdings habe ich ein paar und sogar dort habe ich etwas Geld eingespart. Einige Menschen meinen diese und diese Versicherungen sind Pflicht, jeder sollte sie haben. Wie auch immer. Da muss jeder selbst entscheiden was er braucht und was sich langfristig lohnt.

Bevor ich etwas kaufe oder einen Vertrag abschließe, hole ich meist viele Angebote ein und vergleiche Preise. Ich möchte die Unterschiede zwischen den verschiedenen Angeboten die es gibt kennenlernen und verstehen. Dann nehme ich meist nicht immer das günstigste Angebot, sondern eher etwas das sich im Durchschnitt aller eingeholten Angebot befindet, meinem Budget entspricht und natürlich die nötigen Leistungen die ich benötige enthält.

Am meisten spart man natürlich, wenn man sich nichts zu schulden kommen lässt, gesund lebt und keine Unfälle hat. Aber unvorhersehbare Dinge passieren nun mal im Leben und dafür sind Versicherungen ja auch da.

Eine weitere Möglichkeit bei z.B. der Autoversicherung eine Menge Geld einzusparen, ist den Versicherungsbeitrag im Voraus zu bezahlen. Ich zahle meinen Beitrag jährlich und spare so mehrere hundert Euro ein. Das für mich beste Angebot bzgl. meiner Autoversicherung habe ich bei Tarifcheck gefunden.

Anschaffungskosten einsparen

Bevor man etwas hat, muss man es natürlich irgendwie bekommen. Meist geht man los und kauft das was man so braucht. Wenn ich etwas neu kaufe, dann versuche ich immer das beste Angebot zu finden. Ich kaufe auch nur etwas, wenn es mir wirklich gut gefällt. Man kauft so viele Dinge die einem nur so ein bisschen gefallen (grade bei Kleidung), dass man dann anfängt einige Wochen später die Dinge doch nicht mehr zu benutzen oder in die Ecke zu stellen. Also wenn ich etwas kaufe, dann ist es wohlüberlegt, das Angebot ist gründlich recherchiert und das Produkt gefällt mir wirklich gut.

Dann gibt es noch einige weitere Faktoren, wie schon beschrieben kann man wieder auf Rabattaktionen warten bzw. aktuelle Angebote nutzen. Was mir aber viel wichtiger erscheint ist, dass die Dinge die ich kaufen eine hohe Haltbarkeit mit sich bringen.

Ich sage immer:

„Buy nice or buy twice.“

Man kann sich lieber etwas Vernünftiges kaufen und nutzen, anstatt sich mit einem Billigprodukt zufrieden zu geben. Der Wiederverkaufswert ist dementsprechend höher und man hat ein viel besseres Produkterlebnis als würde man sich einfach das Billigste vom Billigsten kaufen. Manchmal denkt man vielleicht, es wäre sinnvoller günstig zu kaufen, aber das ist nicht immer richtig. Klar können Produkte mit durchschnittlich niedrigem Preis auch qualitativ hochwertig sein das kommt immer auf den Einzelfall an. Was ich aber meine ist der langfristige Kosten / Nutzen-Faktor. Oft ist es auch so das ein Produkt mit niedrigem Preis nicht die Funktionen mit sich bringt, die ein ähnliches Produkt mit höherem Preis hat. Dann greift man oft Wochen oder Monate später doch zum anderen Produkt mit dem höheren Preis. Mann muss einfach mal überlegen und sich klarmachen wie vergänglich unsere Alltagsgegenstände sind. Die meisten Gegenstände haben eine sehr kurze Lebensdauer. Wie viele Gegenstände hast du die älter als 10 Jahre sind? Also, buy nice or buy twice.

Gegenstände pflegen

Wenn man denn letztendlich einen Gegenstand hat, dann sollte man darauf achten das dieser Gegenstand möglichst lange hält. Ich versuche alle meine Gegenstände zu pflegen und investiere manchmal auch etwas Geld dafür. Ein Lackschaden im Auto sollte so schnell wie möglich ausgebessert werden, ansonsten verliert man vielleicht beim Verkauf des Autos eine Menge Geld, andererseits rostet ein Auto mit Lackschaden schneller und der Wert sinkt.

Wenn man seine Gegenstände pflegt und regelmäßig reinigt, Schäden sofort ausbessert und sorgsam mit ihnen umgeht, dann hat man auch länger was davon und spart letztendlich Geld.

Dinge im Voraus bezahlen

Wie im Beispiel mit meiner Autoversicherung macht es oft Sinn wiederkehrende Kosten im Voraus zu bezahlen. Viele Servicedienstleister bieten einen erheblichen Rabatt, wenn man 3, 6 oder sogar 12 Monate im Voraus bezahlt. Ich mache das so mit meiner Autoversicherung und den Kosten für meinen Webserver. So spare ich mehrere hundert Euro im Jahr.

Aber auch, wenn man z.B. über eine Finanzierung nachdenkt. Wenn man Geld zur Verfügung hat und es nicht wehtut es auszugeben, dann macht es Sinn auf einen Kredit zu verzichten und sich die Zinsen und Transaktionsgebühren zu sparen.

Cashback Programme nutzen

Eine weitere Möglichkeit beim Kauf von Produkten und Services Geld zu sparen sind Cashback-Programme. Da gibt es z.B. Unternehmen die beim Kauf von Produkten dem Kunden Punkte auf ein Punktekonto gutschreiben und wenn man eine bestimmte Anzahl an Punkten gesammelt hat, kann man diese wieder gegen andere Produkte oder Rabatte einlösen.

Payback ist da wohl eines der bekanntesten. Ich nutze ab und zu Shoop bevor ich mir etwas kaufe. Dort kann man nachschauen ob es zurzeit bei Anbieter XY eine Aktion gibt. Falls ja bekommt man auf einen Kauf, ein Produkt oder eine Dienstleistung einen Betrag wieder zurückerstattet. Das macht sich wirklich bezahlt, wenn man das Programm konsequent nutzt.

Viele Firmen bieten solche Cashback-Programme an, frag einfach mal nach oder informiere dich im Internet bevor du etwas kaufst.

Kein Geld ausgeben

Mein letzter Gedanke zum Thema Geld sparen ist natürlich die Idee, einfach kein Geld mehr auszugeben. Wenn man es irgendwie vermeiden kann etwas zahlen zu müssen, dann spart man natürlich Geld. Dabei sollte man sich gut überlegen ob es sich lohnt jetzt X Euro zu sparen aber später X Euro ausgeben zu müssen. Oder ob man lieber jetzt X Euro ausgibt um später X Euro zu sparen.

Da kommt es wirklich immer auf den Einzelfall an. Ich hoffe ich konnte dir ein paar neue Denkanstöße zu diesem Thema geben. Falls du noch weitere Tipps und Ideen hast, freue ich mich über ein Kommentar. Ich bin immer offen für Inspirationen.

Veröffentlicht am: 5. November 2016
Kategorie: Gedanken, Minimalismus
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Kommentare

Franca sagt:

Vielen Dank für die tollen Inspirationen. Ich bin immer auf der Suche nach neuen Sparpotenzialen. Einige Dinge sind für neu, andere Dinge habe ich schonmal gehört. Viele Dinge werde ich jetzt neu überdenken! Danke für den Gedankenanstoß.
Liebe Grüße und einen schönen Sonntag
Franca

Niklas sagt:

hay ho,
beim thema wildpflanzen. mundraub ist eine interessante seite dafür. eintragen wo mensch was gesehen hat und finden was andere fanden. habe dieses jahr bärlauch entdeckt.
peace

Ja das ist cool. Es gibt viele freistehende Obstbäume die niemand so wirkilch erntet, vieles bleibt liegen und vergammelt. Da kann man besser das aufsammeln.

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