Denis Sandmann

Natürliches Shampoo selber machen

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Ich bin überhaupt kein Fan von dem Putzmittel und Kosmetikwahn, den unsere Gesellschaft an den Tag legt.

Zahnpasta, Hautcreme, Peeling, Schönheitsmasken, Haarkur, Haarshampoo, Haarspülung, Glasreiniger, Klorix, Desinfektionsspray, Spülmittel, Scheuermilch und vieles mehr liegt auf unserer Haut, unserem Geschirr und auf den Möbeln, die wir um uns herum haben.

Ich habe so viel wie möglich davon aus meinem Leben entfernt und versuche chemische Stoffe die so in der Natur nicht vorkommen, so oft es geht zu vermeiden. Nicht nur meines Körpers wegen, sondern auch der Umwelt zuliebe. Denn was passiert mit den ganzen chemischen Stoffen die beim waschen, baden und duschen in den Abfluss gelangen?

Sie landen in der Natur und somit wieder in Trinkwasser und in den Lebensmitteln, die wir essen. Ich möchte nicht an dieser Verschmutzung der Umwelt mitwirken und versuche daher so oft wie möglich auf natürliche Alternativen wie z.B. Zitrone, Alkohol, Natron oder Salz auszuweichen.

Lange habe ich meine Haare mit Kernseife gewaschen, dann einfach nur mit Wasser. Aber dass Problem, was ich immer habe sind, fettige Haare. Das sieht nicht so toll aus. Mich persönlich stört es jetzt nicht so krass, dass ich mir dann verrücktes Shampoo auf den Kopf schmieren würde, aber da die Gesellschaft dass als ungepflegt ansieht, versuche ich dann doch schon eine fettfreie Lösung zu finden.

Ich habe schon öfters von Leuten gelesen, die bewusst auf Shampoo verzichten wollen und das auch geschafft haben. Auch von Leuten im englischsprachigen Bereich höre ich immer wieder von der #nopoo Bewegung.

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Sinn der Sache ist, dass die Haare von Natur aus für sich selbst sorgen und man mit Shampoo die natürliche Reinigungskraft der Haare stört. Die Haare produzieren dann mehr Fett als sonst. Da manche diese Prozedur über mehrere Jahre mit Anfang in der Kindheit durchführen, scheint die Kopfhaut so irritiert zu sein, dass sie nach wenigen Tagen ohne Shampoo total überreagiert weil man natürlich mit Shampoo immer wieder die Schicht die die Kopfhaut versucht aufzubauen total zerstört.

Ich bin jetzt nun mehr als 3 Monate ohne Shampoo oder Kernseife unterwegs und wasche meine Haare nur mit Wasser.

Was ich gemerkt habe, ist, dass wenn ich meine Haare wirklich gut abtrockne, dass die Haare nicht so fettig sind, als wenn ich sie von allein trocknen lasse. Das war mir aber noch nicht genug.

Eines Morgens, als ich mir einen grünen Tee aufbrühte, kam mir die Idee einfach mal etwas mehr Blätter in den Tee zu legen, um so einen richtig starken Tee zu bekommen.

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Ich hatte schon öfters davon gelesen, dass Leute ihre Haare mit Natron waschen. Also mischte ich mir eine Mischung aus grünem Tee und einem Päckchen Natron zusammen.

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Als das Ganze einigermaßen abgekühlt war, nahm ich alles davon mit in die Dusche und spülte mit ungefähr einem Liter dieser Mischung meiner Haare aus. Ich versuchte das so lange wie möglich zu ziehen, sodass die Tee-Natron-Mischung genug Zeit hat, das Fett aus den Haaren rauszuwaschen.

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Dann trocknete ich meine Haare wieder mit einem Handtuch wie sonst auch ab.

Meine Freundin weiß natürlich von meinem Shampoo-Verzicht, betrachtete meine bereits getrockneten Haare und unterstellte mir Shampoo benutzt zu haben. Glücklichweise konnte ich das verneinen. Doch meine Haare fühlten sich wirklich so an, als hätte ich herkömmliches Shampoo benutzt. Ich wasche nun 1 mal die Woche meine Haare mit dieser Mischung und bin echt zufrieden mit dem Ergebnis.

Hast du das Shampoo mal ausprobiert? Wieso möchtest du auf herkömmliches Shampoo verzichten? Ich freue mich über deine Gedanken in den Kommentaren.

Veröffentlicht am: 2. März 2016
Kategorie: DIY, Minimalismus
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Kommentare

Marcel sagt:

Hi Denis,
wie viel Natron, Grünen Tee und Wasser benötige ich denn um das natürliche Shampoo herzustellen?

Danke dir, beste Grüße
Marcel

Auf dieses Glas im Bild (0.5 L grüner Tee) habe ich ein Päckchen Natron gegeben…

Kannst auch mehr, kannst auch weniger. Kommt auf deine Haare an.

Katharina sagt:

Hi Denis,
von dieser Shampoo-freien Methode, seine Haare fettfrei zu bekommen, habe ich noch nie gehört. Das werde ich auf jeden Fall ausprobieren, da auch ich weitesgehend auf Shampoo verzichten möchte.
Ich wasche mir meine Haare seit vier Monaten mit Roggenmehl. Meine Haare fetten zwar (noch) nicht merkbar weniger nach, aber Juckreiz und ein immer wiederkehrender Haarausfall haben sich seitdem verabschiedet.
Wie lange hast du deine Haare nicht gewaschen, bevor du mit dem Natron-Tee angefangen hast? Hast du da schon Verbesserungen festgestellt? Und reagiert deine Kopfhaut irgendwie auf das Natron? Könnte mir vorstellen, dass empfindliche Haut etwas dagegen hat.
Liebe Grüße,
Katha

Ja das war mal so ein eigenes Experiment. Wie lange ich mir da schon nicht mehr die Haare mit Shampoo gewaschen habe, keine Ahnung. Mittlerweile benutze zum Waschen nur noch Wasser. Bin aber auch meist in der Natur und springe kurz in den See oder wasche mich im Fluss / Bach. Da nehme ich natürlich keine Seife oder andere Dinge. Einfach nur Wasser und fertig. Roggenmehl funktionierte bei mir auch sehr gut. Aber wie gesagt, jetzt brauch ich nix mehr. Ich hatte ne Zeit lang immer Juckreiz an einer Stelle am Kopf. Mittlerweile ist das auch weg. Ob das vom Natron kam, weiß ich nicht. Für mich sind diese Roggenmehl oder Natron / Grüner Tee Sachen nur Übergangslösungen. Ich glaube nicht das man zwingend eine Substanz braucht um sich sauber zu halten. Einfach durchhalten und Wasser benutzen.

Angelika E. sagt:

Hallo Denis, ich habe das mit Natron und Tee auch schon probiert, da ich aber sehr lange Haare habe und in der Pflege arbeite hat das leider nicht gereicht. Ich wasche mitleiweile mit einer Mischung aus selbst gemachter Seife, Vulkanerde und Wasser. Das ganze dann zu einem Brei anrühren und in die trockenen Haare geben und gut auf der Kopfhaut verteilen. 20 Minuten einwirken lassen und beim duschen ausspülen. Seither glänzen meine Haare sehr schön und die Kopfhaut hat sich auch beruhigt. Zum duschen nehme ich selbstgemachtes Peelingsalz (Ringeblumenöl mit Salz aus dem Toten Meer oder auch meine Seifen.

Klingt sehr gut, ist bestimmt ein hilfreicher Tipp für andere. Ich brauche mittlerweile nur noch Wasser. 🙂

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