Denis Sandmann

ThinkPad X260 Review – Mein Lieblingslaptop für die Arbeit

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Seit einigen Monaten bin ich nun mit dem ThinkPad X260 unterwegs. Davor hatte ich ein Macbook Air, mit dem ich ebenfalls viel gereist bin.

Ich bin ständig unterwegs und brauche einen Computer, der flexibel einsetzbar ist und eine lange Akkulaufzeit hat. Dazu ist mir eine gute Tastatur sehr wichtig. Das kompakte ThinkPad X260 ist echt eine tolle Maschine mit der es Spaß macht zu arbeiten.

In diesem Artikel möchte ich etwas näher auf die einzelnen Merkmale des Computers eingehen und darüber schreiben, warum das X260 eine gute Wahl ist.

ThinkPads und der robuste Ruf

Zuerst hatte ich ein gebrauchtes X230 in der Hand und auch einige Wochen im Einsatz. Allerdings merkte ich schnell das ich doch gern etwas hätte, dass etwas schneller ist und da tauschte ich das X230 gegen das neue X260 mit Skylake Prozessor.

Ich habe das ThinkPad mit dem Intel Core i5 6200U 2,3 Ghz Prozessor. Zusätzlich habe ich mir noch 16 GB RAM und 1 TB SSD Speicher eingebaut. Vor einigen Wochen habe ich noch den Bildschirm getauscht, denn ich hatte das Modell mit der HD-Auflösung. Falls du dir ein ThinkPad kaufen möchtest, nimm lieber gleich die Version mit FULL HD Display.

ThinkPads haben ja allgemein einen guten Ruf und werden als robuste, leistungsfähige Laptops bezeichnet. Auch ich kann dem nur zustimmen. Das X230 sah im Vergleich zum X260 robuster aus und hatte noch das alte Tastaturdesign, ich muss allerdings ehrlich sagen, dass mit die neue Tastatur und das neue Design besser gefällt. Viele meckern immer, Lenovo hätte die ThinkPads durch die neue Tastatur schlechter gemacht, aber ich bin mit der X260 Tastatur echt zufrieden.

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Das ThinkPad X260 ist durch und durch solide verarbeitet, lässt sich aber trotzdem noch gut warten. Ein paar Schrauben muss man lösen, um die untere Abdeckung zu entfernen. Dann kann man an alles ran: SATA Port, M.2. SATA Port, RAM und sogar Platz für ein 3G Modul ist da.

Display und Grafik

Wie schon oben beschrieben, habe ich erst die HD Version gekauft und dann später einen FULL HD Bildschirm eingebaut. Der Einbau ist ziemlich einfach und dauert ca. 20 Minuten. Das Displaymodul selbst kostete ca. 130 €.

Man kann natürlich von einem 12 Zoll Gerät keine Hochleistungsgrafik erwarten. Allerdings bin ich vom Display und der Intel HD 520 positiv überrascht. Alltägliche Aufgaben meistert der Grafikchip ohne Anstand, selbst ältere Spiele, Photoshoparbeiten und kleine Videoschnittprojekte sind möglich. Auf 1920×1080 Pixeln sieht das schon sehr gut aus. 12 Zoll ist natürlich auch ein ungewöhnliches Format. Allerdings perfekter Kompromiss zwischen Bildschirmgröße und Kompaktheit. Wenn man dann noch gute Augen hat und die FULL HD Variante nimmt, hat man wirklich viel Platz auf dem Bildschirm.

Für grafikintensive Arbeiten ist das Notebook natürlich nicht gebaut. Aber für das was ich damit mache: Webdesign, Photoshop, Lightroom, Youtube, Texte schreiben, Audio aufnehmen und bearbeiten, reicht die Leistung völlig aus. Die 16 GB RAM und eine schnelle SSD machen grade bei Photoshoparbeiten gut bemerkbar. Flüssiges Arbeiten ist hier normal.

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Gut gefällt mir auch das das Display matt ist. Beim Macbook Pro z.B. hat man so eine Glasfläche davor und das führt dazu, das man das Macbook-Display eher zum Spiegel als zum guten Display wird.

Das ist beim ThinkPad überhaupt nicht so, selten sieht man sich mal selbst im Bildschirm.

Tastatur und Trackpad

Die Tastatur ist wirklich ein Traum. Auch dieser Text hier ist auf dem X260 geschrieben. Für Autoren und Vielschreiber ist das X260 ideal. Auch die Größe der Tastatur gefällt mir sehr gut. Man kann die Hände gut vor der Tastatur ablegen und mit den Fingern, alle Tasten erreichen.

Besonders cool ist natürlich die beleuchtete Tastatur. Diese lässt sich mit 2 Stufen einstellen. Das ist nicht viel aber völlig ausreichend.

Das Trackpad ist OK. Das Trackpad vom Macbook Air oder Pro gefällt mir viel besser. Allerdings benutze ich das Trackpad so gut wie nie, denn jedes ThinkPad hat so einen kleinen Joystick zwischen der G und H Taste. Mit diesem roten Punkt lässt sich der Mauszeiger präzise bewegen ohne das man die Hände von der Tastatur wegbewegen muss. Direkt über dem Trackpad befinden sich dafür noch 3 Tasten. Linksklick, Rechtsklick und Mittelmausklick. Mit der Mittelmaustaste lässt sich auch scrollen. Wenn man beide Funktionen nutzen will, dann muss man das kleine Zusatzprogramm TP Middle installieren. Der Lenovo Treiber unterstützt nur Mittelmausklick oder Scrollen.

Grade unterwegs kann ich ohne den roten Punkt nicht mehr leben. Damit lässt sich viel leichter arbeiten, grade dann wenn das ThinkPad auf dem Schoß liegt oder in anderen komischen Positionen gearbeitet werden muss.

Leistung

Der Intel i5 Prozessor hat einiges drauf. Ich nutze meinen Laptop jeden Tag und das sehr intensiv. Hier muss der Computer schon einiges leisten und das tut er auch.

Wenn man das Geld übrig hat, lohnt sich sicher noch ein Upgrade auf den i7 Prozessor. Allerdings tut der i5 seine Arbeit, wird nicht zu heiß und daher springt der Lüfter unterwegs so gut wie nie an.

Surfen, Photoshop, Lightroom, leichter Videoschnitt mit Premiere Pro, Counter Strike Source und 4K Video-Play-back schafft der i5 mit dem Intel HD 520 Grafikchip, ohne aus der Puste zu kommen.

Für jeden, der keine grafikintensiven Arbeiten durchführen muss, perfekt. Möchte man CAD Programme und komplexen Videoschnitt nutzen, würde ich schon zu einer echten NVIDIA Grafikkarte raten. Das gibt es dann allerdings nicht mehr im kompakten 12 Zoll Format.

Anschlüsse

Das X260 kommt mit 2 USB 3.0 Anschlüssen links, einem USB 2.0 Anschluss mit Schnellladefunktion rechts, sowie einem HDMI Anschluss der Auflösungen bis zu 4K unterstützt, einem Displayport Anschluss, der ebenfalls Auflösungen bis 4K unterstützt, einem Ethernet Anschluss, einem SD-Kartenslot, einem Kopfhöreranschluss, einem Port für die SIM Karte, sowie einem Chipkartenlesegerät und dem Kensigton Lock um den Computer an etwas anzuketten. Unter dem ThinkPad befindet sich dann noch ein Anschluss um das ThinkPad mit dem hauseigenen Dock zu verbinden. Praktisch dann, wenn man das Notebook auch Zuhause, einfach am Schreibtisch als Desktop Computer mit externem Bildschirm, Tastatur und Maus nutzen will.

Der USB-Port mit Schnellladefunktion ist super. Damit ist das Smartphone in wenigen Minuten wieder vollgeladen. Die anderen Ports sind gut positioniert und funktionieren alle ohne Einschränkungen. Wenige Notebooks mit dieser Größenordnung verfügen über einen Ethernetanschluss. Das ist wirklich ein Segen, wenn man mal mehrere Gigabyte ins Internet laden muss.

Akkulaufzeit

Wenn man will, hat man mit dem X260 quasi unendlich Akkulaufzeit. Denn das Notebook hat einen internen und einen externen Akku verbaut. Wenn der externe Akku leer ist, kann man den, während das Gerät läuft, wechseln. Denn sobald man den externen Akku herrauszieht, schaltet das Notebook auf den internen Akku um. Die Akkulaufzeit ist nicht so gut wie beim Macbook Air. Ich bekomme aber mit den mitgelieferten Akkus so 5 – 7 Stunden Akkulaufzeit. Wem das noch nicht genug ist, der kauft einfach einen 2. Akku oder einen größeren externen Akku. Beim ThinkPad ist alles möglich.

Ich habe bei mir nicht die von Lenovo angebotenen Power Tools installiert. Die scheinen mit Windows 10 nicht so gut zu funktionieren, denn ich habe mehr Akkulaufzeit, wenn ich einfach mit Windows Hausmitteln meine Akkulaufzeit optimiere. Dazu gehört für mich auch eine Beschränkung der Prozessorleistung. Setzt man die auf max. 99 % dann deaktiviert man dass Hyperthreading, was den Computer zwar langsamer macht, allerdings die Akkulaufzeit enorm erhöht. So kann man noch einwandfrei schreiben oder im Internet surfen. Photoshop macht so aber keinen Spaß.

Kamera

Das Lenovo ThinkPad X260 hat auch eine HD Webcam im Bildschirmrahmen eingebaut. Die Webcam ist ehrlich gesagt nichts Besonderes, ist allerdings jetzt auch nicht so schlecht, dass man sie nicht benutzen möchte. Sie funktioniert einwandfrei und macht das was sie soll.

Gewicht

Der leichteste Computer ist das ThinkPad X260 nicht. Allerdings wiegt es nur 1,3 kg. Was ganz OK ist, wenn man die Ausstattung und Verarbeitung in Betracht zieht. Das ThinkPad liegt gut in der Hand und lässt sich auch im Stehen bedienen.

ThinkPad Tasche

Für das exotische 12 Zoll Format, gibt es kaum Hersteller die Taschen für das Notebook anbieten. Ich habe daher einfach die von Lenovo angebotene Neopren-Schutzhülle gekauft. Die ist genauso gut wie das ThinkPad und lässt sich in 2 Farben nutzen. Das ThinkPad wohnt, wenn es nicht gebraucht wird, dann in der Neopren-Schutzhülle umhüllt von einem wasserdichten Trekking-Packsack in meinem Rucksack.

Zusammenfassung

Alles in allem ist das ThinkPad X260 ein toller Computer. Der wirklich robust gebaut und solide verarbeitet ist. Das ThinkPad ist kein Computer, der auf dem Schreibtisch lebt, es will reisen und unterwegs sein, erst da zeigen sich die Stärken des Notebooks. Die Kompatibilität, das neutrale Aussehen, die gute Verarbeitung und die hohe Leistung des Notebooks machen es für mich zum perfekten leichten Begleiter für den Alltag und Reise.

Dadurch, dass das ThinkPad so weit verbreitet ist, gibt es übrigens auch 12V Netzteile für ThinkPads. So kann ich ohne Spannungswandler mein ThinkPad direkt von der Autobatterie im Hotel Doblo laden.

Kaufen kann man das ThinkPad am besten als Dozent, Lehrer oder Student bei Notebooksbilliger.de, denn da gibt es dann noch mal einen satten Rabatt. Andere müssen leider mehr zahlen, hier gibt es wohl die besten Deals bei Amazon.

Hast du auch ein ThinkPad X260? Wie sind deine Erfahrungen? Interessierst du dich für das Notebook und hast noch Fragen? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Veröffentlicht am: 13. Juni 2017
Kategorie: Gedanken, Reviews, Technik
Tags: ,


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