Denis Sandmann

Warum du mehr Geld in Werbung investieren solltest als du denkst

- Dieser Artikel enthält Werbung & Werbelinks. -

In meinem Job hab ich täglich mit Werbung und Selbstständigen zu tun. Viele sind gerade am Anfang und brauchen Hilfe in Sachen Website, Facebook und Co. Andere sind schon etwas weiter und haben gemerkt, dass nur eine Website und alle 3 Monate auf Facebook was posten keine neuen Kunden ranschafft.

Was ich beobachte, ist, dass viele Unternehmer meinen Sie könnten 100 % ihres Gewinns auf das Privatkonto überweisen und ohne Ausgaben oder Investitionen ihr Unternehmen nur mit der eigenen Arbeitskraft vergrößern.

Für einige funktioniert das sicher, speziell dann, wenn man auf Weiterempfehlungen angewiesen ist. Meiner Erfahrung nach, kommt aber jeder mit Bedacht investierte Euro zehnfach zurück.

Die meisten Unternehmer haben Angst, den falschen Dienstleister zu erwischen, die falsche Investition zu tätigen und dann später rote Zahlen zu schreiben.

Ich möchte mit diesem Artikel dieser Angsthaltung entgegenwirken und ein paar Erfahrungen meiner Marketing-Reise teilen.

Warum überhaupt investieren?

Wenn man mal genau drüber nachdenkt, dann ist jeder Erfolg des eigenen Unternehmens dadurch entstanden, dass man in Vorleistung geht.

Egal ob finanziell, zeitlich oder mit Arbeitskraft, alles ist Energie, die investiert werden muss. Mit Marketing oder ohne, die Vorleistung ist da.

Man geht zu Netzwerkveranstaltungen, postet auf Facebook, schreibt Angebote und führt Telefonate. All das ist Arbeit und dementsprechend auch Geld wert.

Ich sage immer gern:

“Von nix, kommt nix.”

Weil ich finde, dass dieser Spruch wahrer nicht sein kann. Jedes Ergebnis ist meist proportional zu dem Aufwand, den man betreibt.

Investieren ist grundsätzlich eine Meinung, eine Geisteshaltung, ein Mindset. Wer sein Unternehmen vergrößern möchte, der muss sein Mindset ändern.

Wenn du als Unternehmer ein tolles Angebot hast, hinter dem stehst, was du tust und jeden Tag aufstehst, weil du glaubst, du kannst die Welt für ein paar Menschen da draußen besser machen, dann bist du meiner Meinung nach verpflichtet dazu, jedem dem du glaubst helfen zu können, zu helfen.

Es geht in erster Linie nicht unbedingt darum mehr Geld zu verdienen, mehr Umsatz zu machen. Der Umsatz ist nur die logische Konsequenz, wenn du einer Menge Menschen hilfst.

Wenn du also hundertprozentig überzeugt bist, dass dein Angebot die Welt verbessern kann, dann ist es in meinen Augen deine Pflicht zu wachsen, dein Unternehmen zu vergrößern und natürlich auch zu investieren.

Falls nicht, dann solltest du erst mal dein Unternehmen abmelden und dich noch mal genau darauf besinnen, was du in dieser Welt verändern willst. Eine gute Firma führt man nur, wenn man mit Herz und Seele dabei ist. Ansonsten ist es in meinen Augen einfach nur Zeitverschwendung.

In das eigene Unternehmen zu investieren ist also nur logisch, da man möglichst vielen Menschen helfen will.

Was macht der Fremdanbieter?

Das, was du anbietest, bieten wahrscheinlich noch eine Menge anderer Leute auf der Welt an. Aber das soll uns nicht aufhalten, denn jeder ist individuell, kennt verschiedene Leute. Das bessere Produkt, der bessere Kundenservice, der bessere Preis und das Unternehmen, das am meisten investiert, wird sich durchsetzen.

Investieren, egal ob Zeit, Geld und Energie ist, also auch ein Weg Mitbewerber abzuschütteln.

“Marketing ist wie Krieg. Der mit den meisten Soldaten, Kanonen und der besseren Strategie gewinnt. Naja und Krieg kostet eben Geld.”

Das kann man sehen, wie man will. Einige sagen ein paar Mitbewerber sind gut für das Geschäft, Konkurrenz heizt den Ehrgeiz an und der freie Markt ist der Grundsatz unserer Demokratie.

Wer nicht das Ziel hat, der beste Anbieter seiner Branche zu werden, der kann meiner Meinung gleich seinen Laden dichtmachen. Ich stelle mir schon vor, wie derjenige vom Ehrgeiz, Herzblut und Schweiß der Mitbewerber überrollt wird.

Schneller. Höher. Weiter. So will es der Kapitalismus, aber letztendlich ist das alles nur ein Ansporn das Beste aus sich herauszuholen. Wer keine Lust mehr hat, macht den Laptop einfach dicht und fliegt in den Urlaub. Oder?

Marketing – das Außenbild, der Kundenmagnet.

Ich schalte für viele meiner Kunden Werbung auf Google, Facebook, Instagram, YouTube und anderen Plattformen. Was der Kunde investieren möchte, ist individuell. So bekommt man z. B. für 200 € ca. 200 – 600 Klicks und das resultiert in 6 – 18 Bestellungen oder je nach Branche auch gern das Zehnfache. Gute Website und Außendarstellung natürlich vorausgesetzt.

Dann bin ich in der Verhandlung und möchte vom Kunden ein Budget hören. Ich kann euch sagen, 80 % der Menschen starten mit dem geringsten Budget, das ich manage, und bleiben 6 – 12 Monate dabei ohne auch nur daran zu denken, das Budget zu erhöhen.

In meinen Augen total die falsche Einstellung! Denn wenn das jeder so macht, dann ist kein Wunder, dass 20 % der Unternehmen an der Spitze sind und 80 % Nichtmal so richtig davon leben können und nur Probleme haben.

Marketing ist Krieg und wer 200 Soldaten einer gegnerischen Armee mit 200 Soldaten entgegenstellt, wird schlechte Aussichten haben. Der mit der besten Strategie gewinnt und im schlimmsten Fall generiert keiner der Euros, die man eingesetzt hat, einen Neukunden.

Im Marketing braucht man Geld. Das ist einfach so. 500 € sind schnell aufgebraucht, wenn ein Klick bei Google 0,10 – 20,00 € kostet. Ja richtig gelesen zehn Cent bis zwanzig Euro pro Klick!

Da hilft es, sich mal auszurechnen, was ein Kunde in der Akquise kosten darf. Wenn man z. B. 100 Klicks auf die eigene Website braucht, um 5 Anfragen zu generieren, aus diesen 5 Anfragen dann 1 Auftrag wird, dann hat man schon mal Zahlen, mit denen man spielen kann. Dann ist die Frage, wie viel verdiene ich pro Kunde? Ein Teil davon sollte ins Marketing reinvestiert werden.

Das Problem ist allerdings in meinen Augen nicht immer der Betrag, sondern die Einstellung zum eigenen Unternehmen. Mit minimalem Aufwand, völlig falschen Erwartungen, unmögliche Ziele erreichen.

Oder wie ein Kunde letztens sagte:

“Die meisten wollen einen BMW zum Preis eines Skoda.”

Was man sich klarmachen sollte:

  • Geld ist in unendlicher Menge verfügbar.
  • Es gibt keinen Mangel an Geld, wenn es fehlt, wird Neues gedruckt.
  • Geld ist meist nicht das Problem, egal ob beim Verkäufer oder Käufer. Wertauffassung und persönliche Einstellung ist es.
  • Die meisten Unternehmen tun nur das Nötigste, um neue Kunden zu gewinnen und den Auftrag abzuschließen.
  • Wer gibt, gewinnt.
  • Der Umsatz des Unternehmens ist proportional zu der Anzahl der Personen, denen es hilft.

Meine Empfehlung für Marketingbudgets

Niemand kann erwarten, dass er mit 500 € Einsatz, 10.000 € verdient. Das klappt, aber selten. Und auch wenn man auf Facebook täglich jeden Hans und Franz über „Online-Marketing-Erfolge“ und Affilate-Business-Strategien reden hört, ist das meist Humbuck.

Doch es gibt noch einen weiteren Faktor. Den Tropfen auf den heißen Stein.

Nehmen wir an, du kaufst in einer hart umkämpften Branche 50 Klicks pro Monat, während deine Mitbewerber 5000 Klicks pro Monat kaufen. Dementsprechend investieren die anderen Unternehmen auch 100 mal so viel.

Die 50 Klicks pro Monat, die man über Facebook Werbung, Google Werbung oder durch eine Printanzeige kauft, damit dann, anschließend die Leute auf die eigene Website weiterleitet und vielleicht einer davon zum Kunden wird, die verpuffen wie ein Tropfen Wasser auf einem heißen Stein. Es bedarf einer gewissen Menge Wasser um den Stein abzukühlen und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Erst ab einem gewissen Budget stellen sich die positiven Nebeneffekte wie Online-Bewertungen, persönliche Weiterempfehlungen, Medienauftritte (TV / Zeitung) und Neid der Mitbewerber ein. Vorher verpufft alles in der Luft und man ist eher ein einsames Echo im Wald voller singender Vögel.

Damit ein Unternehmen wächst, ist es auch manchmal von Nöten, dass man alles was man einnimmt und noch mehr, für eine gewisse Zeit, ins Marketing investiert. Dann erst hat man den Gipfel erreicht und kann mit Schwung fahrt aufnehmen. Wie ein Segelflugzeug das mit einem Bogen in die Luft geschossen wird und dann durch Auftriebswinde in der Luft bleibt. Ohne Motor, ohne Treibstoff, einfach durch den Schwung externer Kräfte.

Den Bogen halb zu spannen resultiert in einer 5 Meter Fahrt nach vorn, abheben tut man dadurch nicht.

Wenn man es vernünftig machen will, dann kommt man mit weniger als 500 € nicht weit. 500 € monatlich sind meiner Meinung nach das absolute Minimum für ein kleines lokales Unternehmen.

Man bekommt für 500 € z. B. (wenn man alles selber macht) mit folgender Aufteilung:

200 € Google Werbung: ca. 300 Klicks
200 € Facebook Werbung: ca. 400 Klicks
100 € eBay Kleinanzeigen: 5 “Top-Anzeigen” für jeweils 7 Tage

Da kann man sich ausrechnen, wie viele Menschen man damit erreicht.

Wer es wirklich ernst meint mit seinem Unternehmen sollte min. 2500 € pro Mitarbeiter pro Monat in Marketing investieren.

Und wenn das Unternehmen am Anfang nicht so viel Gewinn abwirft, womit man rechnen muss, dann sollte noch mal zurück an seinen Businessplan denken und überlegen, warum man so wenig Budget für das Marketing eingeplant hat.

Zunächst 3 – 12 Monate Geld für Marketing auszugeben, um dann nach dieser Periode die Investition wieder reinzuholen, ist völlig normal.

Je mehr man investiert, desto mehr kommt zurück. So einfach ist die Rechnung. Man sollte allerdings nicht “halbe Sachen” machen. Das führt einfach dazu, dass man im Internetdschungel untergeht und sein Geld verbrennt. Natürlich braucht man eine gewisse Einfindungsphase und man braucht auch etwas Spielgeld, um herauszufinden, worauf die Zielgruppe reagiert und welche Anzeigen eine gute Leistung liefern.

Wer nicht investieren will, der kann lieber mit seinem Partner schön essen gehen, da hat man meist mehr von.

Also nicht zu klein denken, sich was trauen und mit Bedacht an die Sache ran gehen. Denn der Umsatz deines Unternehmens ist proportional zu der Anzahl der Personen, denen es hilft.

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Veröffentlicht am: 3. November 2018
Kategorie: Gedanken, Online Marketing

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