5 Tipps für mehr Bewerber auf Stellenanzeigen

Dieser Beitrag enthält Werbung und Werbelinks.

Puh, in den letzten Tagen sehe ich unglaublich viele Stellenanzeigen im Web. Egal wo ich hinsurfe überall sehe Betriebe, die sowohl gelernte Kräfte als auch Azubis suchen. Aber fruchten die Anzeigen auch?

Durch die Arbeit mit verschiedenen Unternehmern im Bereich Social Media habe ich täglich mit der Erstellung von Stellenanzeigen zu tun. Die meisten Unternehmer jammern nur. Wenig Leute, keine Bewerber, aktuell kaum vernünftige Leute im Betrieb und zu viel Arbeit.

Das kommt nicht von allein, die Unternehmer haben sich selbst in diese Situation gebracht. Es gab viel zu tun, viele Aufträge, viel Umsatz – da hat man sich voll und ganz auf die Kunden konzentriert. Jetzt ist die Firma gewachsen, man will das Umsatz- und Auftragsniveau halten, aber dazu fehlen die Leute.

In diesem Beitrag möchte ich aus meiner Beobachtung heraus 5 Tipps für die Mitarbeiterakquise geben.

1. Du bist nicht attraktiv für Arbeitnehmer

Im Moment sieht es so aus: Jemand, der gute Arbeit leistet, pünktlich und zuverlässig ist, kann sich seinen Arbeitgeber aussuchen.

Früher mag das vielleicht anders gewesen sein, aber heute müssen Betriebe schon mehrere Jahre im Voraus ihren Bedarf und ihre Strategie zur Mitarbeiter-Akquise planen. Das haben die meisten nicht gemacht und deshalb befinden sie jetzt in einer Situation, in der es mehr Arbeit als gute Arbeitskräfte gibt.

Es bedarf einer besonderen Anstrengung, um für Arbeitnehmer attraktiv zu werden. Stichpunkte wie:

  • kostenlose Parkplätze
  • kostenlose Getränke
  • ein tolles Arbeitsklima
  • kollegialer Umgang
  • überdurchschnittliche Vergütung

… schreibt aktuell jeder in seine Stellenanzeigen.

Aber was kann man anders machen?

Wir sind an einem Punkt im Arbeitsmarkt angelangt, an dem der Arbeitnehmer sich für die oben genannten Eigenschaften überhaupt nicht mehr interessiert. Er setzt diese voraus. Das sind die absoluten Grundlagen. Wer diese Basics nicht hat, fliegt sowieso von der mentalen Liste potenzieller Arbeitgeber.

Mehr Geld, mehr Urlaub, mehr dies und mehr das bringt alles nichts. Damit kann man sich nicht mehr von seinen Marktbegleitern abheben. Einzig und allein zählt nun für den Arbeitnehmer, ob er das Gesamtpaket, was einem bei Betrieb XY geboten wird, schmackhaft findet oder nicht.

Werde ich in diesem Betrieb spannende Projekte begleiten? Wird das Arbeitsumfeld entspannt sein? Wie flexibel kann ich Beruf und Privatleben bei diesem Arbeitgeber miteinander vereinbaren? Kann ich mich mit der Firma / diesem Arbeitgeber identifizieren? Steht diese Arbeit für meine Ideale und Zukunftsvisionen?

Das sind die Fragen, die sich ein potenzieller Bewerber stellt.

2. Du hast das Thema Recruiting die letzten Jahre vernachlässigt.

Mitarbeiter zu akquirieren ist für gesundes Wachstum genau so wichtig wie die Kundenakquise. Wenn eines von allein kommt, ist das schön und gut, dann aber Monate oder Jahre nichts zu tun ist das falsche Verhalten. Du legst ja in guten Zeiten auch Geld zur Seite, um in schlechten Zeiten mal was zu haben oder?

Genau so sollte man in Zeiten guter Auftragslage weiterhin Werbung schalten und wenn die Crew einmal steht, natürlich auch weiterhin nach neuen Kräften Ausschau halten.

Eine langfristige Strategie zur Akquise und Bindung von Mitarbeitern sollte das Fundament den Recruitingprozess sein.

Aber na ja, besser spät als nie. Dann solltest du jetzt sofort damit anfangen, dir diese beiden Strategien zurechtzulegen.

Egal ob du weitere Unterstützung für deine Vertriebsmannschaft brauchst oder handwerkliche begabte Arbeitskräfte suchst. Viele Unternehmer fahren sehr erfolgreich mit der Akquise von neuen Mitarbeitern, in dem sie sich auch außerhalb der Arbeit engagieren und so das Unternehmen zu einer echten Marke herausarbeiten.

Wenn du dich nur damit beschäftigst, wie du den nächsten Auftrag abschließen und die Rechnung schreiben kannst, dann hast du einfach nur einen Ort geschaffen, an dem gearbeitet und gezahlt wird. Das ist zwar schön und gut, reicht aber heute nicht mehr. Engagiere dich in sozialen oder technischen Projekten in deiner Umgebung. Bringe Eigeninitiative ein. Helfe Vereinen, Organisationen und deiner Gemeinde mit deiner Expertise. Jeder kann etwas beisteuern und so eine erste Verbindung zu jungem Nachwuchs herstellen oder sich eine gute Reputation in seinem Umfeld aufbauen. Das nächste Mal, wenn jemand darüber nachdenkt, sich einen neuen Job zu suchen, solltest du als potenzieller Arbeitgeber positiv in Erinnerung bleiben.

Gleichzeitig ist eine Strategie zur Bindung bestehender Mitarbeiter wichtig. Meiner Erfahrung nach kriselt es in jedem Betrieb in Sachen Organisation, dem Einteilen sowie Einhalten von Zuständigkeitsbereichen und dem Verantwortungsbewusstsein einzelner Personen. Versuche kontrolliert, mehr Freiheiten und mehr Verantwortung zu übergeben, ein vertrauensvolles Arbeitsverhältnis aufzubauen und höre auf die Wünsche deines Teams. Regelmäßiger Austausch z. B. in Form eines Team-Meetings hilft dabei, sich nicht im Tagesgeschäft zu verlieren, sondern auch sich auf sich selbst zu besinnen und ggf. Konflikten vorzubeugen.

3. Du hast keine Unternehmensphilosophie.

Wenn du mich fragst, möchte ich bei niemanden arbeiten, der keine Meinung hat. Jeder steht für etwas, jeder hat Wünsche, Träume und Ziele. Auch deine Mitarbeiter und potenzielle Bewerber. Kommuniziere diesen Standpunkt, diese Meinung nach außen und du wirst entsprechende Mitstreiter deiner Unternehmensphilosophie ansprechen.

Ich merke immer wieder, wie Unternehmer aus Angst ggf. den nächsten Auftrag nicht zu bekommen oder um anderen nicht auf den Schlips zu treten, ihre Ideale und Träume verwerfen. Solange sie nicht diskriminierend oder negativ sind, halte ich es für sinnvoll, eine Meinung zu haben und dazu zu stehen. Nicht jeder kann alles für alle sein.

Social Media Plattformen wie Facebook, Instagram, YouTube, TikTok oder LinkedIn sind ideal, um einen Einblick in die Welt deiner Arbeit zu geben. Verstecke dich nicht hinter deiner Website oder generischen Texten, die aus dem Internet zusammengebastelt sind. Das Marketing dieser Zeit ist persönlich, direkt, nah und nimmt kein Blatt vor den Mund. Erst wenn du dich öffnest und zeigst, wer du bist, was dein Unternehmen kann und wie eure Arbeitsphilosophie ist, werden auch potenzielle Bewerber auf dich aufmerksam.

4. Du bist online nicht präsent.

Die erste Anlaufstelle für Arbeitnehmer auf Jobsuche ist das Internet.

Stell dir vor, es gibt eine ausgezeichnete Jobbörse, auf denen 90 % der Besucher in dein Zielgruppenmuster fallen und du bist nicht da. Genau so ist es, wenn du online nicht auffindbar bist oder deine Website nur alle 6 Monate mal aktualisierst.

Deine Stellenanzeige muss nicht nur auf ein Portal, sondern auf alle 5 Relevanten. Deine Unternehmensphilosophie kann am Telefon nur dein Gegenüber hören. Auf Facebook und Instagram in kleinen Videos aus dem Alltag verpackt, kann sie jeder ansehen. 24 Stunden am Tag, 7 Tage die Woche.

Regelmäßiges Social Media Marketing schafft durch Beiträge das, was kein anderes Medium kann. Einzelne Beiträge öffnen ein spannendes Fenster in den Arbeitsalltag deines Unternehmens. Sowohl für Kunden als auch für potenzielle Mitarbeiter. Nicht nur werden diese Plattformen von Menschen genutzt, die gerade auf Jobsuche sind, du erreichst hier natürlich auch Personen, die sich bereits in einem festen Arbeitsverhältnis befinden. Man weiß ja nie! Vielleicht ist jemand gerade unzufrieden mit seinem Arbeitgeber oder einer deiner Beiträge hat so überzeugt, dass man sich noch mehr anschauen möchte. Und selbst wenn nicht die regelmäßige Bespielung der Social Media Plattformen sorgt dafür, dass man zumindest schon mal von deinem Unternehmen gehört hat. Denn nur wer dich kennt, kann sich auch bei dir bewerben.

5. Deine Projekte sind langweilig.

Es kann natürlich auch einfach daran liegen, dass die Arbeit, die du bietest, nicht sonderlich interessant ist. Was würdest du tun, wenn du 2 Jobs zur Auswahl hättest, der eine gut bezahlt und langweilig, der andere genau so bezahlt und voll von spannenden Projekten? Richtig, man wählt Letzteren.

Möglicherweise kannst du die Art der Arbeit nicht ändern. Aber du kannst ändern, wie sie umgesetzt und ausgeführt wird. Vernünftiges Arbeitswerkzeug, die ein oder andere technische Spielerei für die Arbeit oder ganz einfach das umliegende freie Arbeitsumfeld, das auch eigene Projekte ermöglicht, könnte dazu führen, dass sich ein potenzieller Arbeitnehmer eher für dich entscheidet.

Denke daran, dass nicht immer jeder nach dem Job sucht, der am meisten Geld bringt. Natürlich möchte jeder gut bezahlt werden. Doch jeder weiß, dass ein gutes Arbeitsklima die Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen, Verantwortung und spannende Projekte genau so, wenn nicht noch wichtiger als die Bezahlung sind.

Letztendlich musst du es schaffen, die Arbeit in deinem Unternehmen zu einem guten Gesamtpaket zu machen und dies nach außen hin kommunizieren. Die Basics sind klar. Leg noch etwas oben drauf und bespiele fleißig Facebook und Co. mit Beiträgen aus dem Arbeitsalltag. Mein Motto: „Tu Gutes und sprich darüber.“ Der Rest kommt von allein.

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