Denis Sandmann

Unser neuer Van und wie wir dazu gekommen sind

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Vor einigen Wochen, so gegen Ende des Sommers machten wir uns auf den Weg nach Deutschland. Wir hatten etwas Geld gespart und wollten uns nun den Traum von einem neuen Fahrzeug erfüllen. Hotel Doblo war toll, mit ihm sammelten wir unsere ersten richtig langen Reiseerfahrungen. Wir wurden in unserer Reiselust bestätigt und uns war klar, wenn wir das länger machen wollen, dann brauchen wir entweder etwas das offroadtauglich ist oder mehr Platz bietet.

Bei Annas Elternhaus angekommen, räumten wir Hotel Doblo aus und das Zimmer ein. Wir wollten unseren Reisegefährten noch über den anstehenden TÜV bringen und dann zum Verkauf anbieten. Der gute Zustand des Fahrzeugs verlieh uns große Hoffnung auf eine reibungslose TÜV Prüfung und einen einfachen Verkauf, doch es kommt natürlich immer anders, als man denkt.

Video: Geschichte zum Van

Video: Roomtour

Der Weg zum neuen TÜV

Einen Termin für die Hauptuntersuchung hatten wir schon vor unserer Ankunft bei der Werkstatt unseres Vertrauens (Euromaster Lingen) ausgemacht. Wir gaben das Fahrzeug ab und spazierten in die Stadt. Unsere Gedanken drehten sich um das, was uns bevorsteht. Was für ein Fahrzeug finden wir? Wie gestalten wir die Weiterreise? 2 Stunden vergangen und wir warteten vergeblich auf den ausgemachten Anruf der Werkstatt. Irgendwann dann verließ uns die Geduld und wir machten uns auf den Weg, um zu sehen, ob die HU abgeschlossen ist.

Wir erkannten, als der Werkstattchef uns entgegenlief, dass die Untersuchung abgeschlossen sei. Nur erfolgreich war sie nicht.

Verwundert fragten wir nach den Mängeln, die dazu führten, dass uns keine neue Plakette für unser Fahrzeug erteilt wurde. Der Werkstattchef gab uns zu verstehen, dass hier und da ein paar Kleinigkeiten zu erledigen seien, nichts Großes. Aber die Abgasuntersuchung sei eine Katastrophe. Die Abgaswerte wären viel zu hoch. Er sagte, dass die hohen Werte viele Gründe haben könnten, eine teure Fehlersuche sei allerdings unausweichlich. Ich versuchte eine grobe Schätzung herauszukitzeln und wir hörten etwas von 2000 – 3000 €. Das war für uns natürlich eine Art Todesstoß. Ein Fahrzeug ohne TÜV ist nicht viel Wert und weiterreisen könnten wir damit auch nicht. Wir fühlten uns geschlagen und fuhren erst mal wieder zurück zu unserer Unterkunft.

Systematisch gingen wir die Kleinigkeiten durch, die zum neuen TÜV führen sollten. Wir besorgten das, was nötig war. Neue Birnen für die Scheinwerfer sowie eine Abdeckung für den Pluspol der Batterie. Für das Abgasproblem hatten wir aber keine Lösung. Nach langem überlegen, bat ich Anna sich an unsere Fahrt durch Italien zu erinnern. Tagelang sind wir nur wenige Kilometer mit niedriger Geschwindigkeit gefahren, und als wir dann bergauf einen Piaggio Ape Fahrer überholen mussten, überholte ich im 3. oder 4. Gang. Den Ape-Fahrer ließen wir in einer großen schwarzen Wolke hinter uns. Durch die vielen Kurzstrecken wurde der Motor nie so richtig heiß und Abgase lagerten sich Abgasanlage ab. Ich schlug vor, das Fahrzeug einmal richtig auf Tour zu bringen. „Ein paar Stunden Autobahn und die Abgasanlage ist frei“, war mein Gedanke.

Gesagt getan, wir fuhren auf die Autobahn, heizten dem Doblo mal so richtig ein und schwarzer Rauch verließ den Auspuff. Dann fuhren wir zu einer anderen Werkstatt, denn so richtig gut aufgehoben fühlten wir uns nach dem Urteil von Euromaster nicht mehr. Gespannt warteten wir wieder auf das Ergebnis des Prüfers. Siehe da, HU und AU bestanden.

Der Verkauf von Hotel Doblo

Ein paar Bilder mussten her. Wir setzten den Mini-Camper in Szene und veröffentlichten eine Anzeige auf den bekannten Portalen. Anfragen trudelten ein, aber so wirklich Interesse hatte niemand. Jedenfalls nicht zu dem Preis, den wir uns vorstellten.

Nach ewigem Hin und Her zeigte sich dann doch jemand wirklich interessiert. Wir dachten, wir stünden kurz vor dem Verkauf, doch auch daraus wurde nichts.

Nach der Odyssee mit dem TÜV scheiterte unsere Idee jetzt an dem Verkauf des Fahrzeugs? Nach einigen Wochen gaben wir uns geschlagen, denn ewig wollten wir nicht bleiben. Ich träumte schon davon, am Strand zu liegen und durch Griechenland zu fahren. „Dann eben wieder mit unserem alten Freund“, dachte ich. Mir war das eigentlich auch etwas egal. Hauptsache ich bin unterwegs. Anna ging es irgendwann genauso. Aber letztendlich sind ja alle Optionen offen. 2 Jahre TÜV, damit kann man eine lange Reise machen.

Wir planten unsere Reiseroute, buchten über Airbnb für den ersten Monat eine Wohnung in Kroatien und packten unsere Sachen. Am kommenden Sonntag wollten wir losfahren. Alles war bereit, doch wie das im Leben so ist, kam wieder alles anders.

Unsere Buchung bei Airbnb wurde, völlig aus dem Nichts und ohne Grund, storniert. Der Gastgeber bat uns, ihn via WhatsApp zu kontaktieren. Er bot uns einen Rabatt an, wenn wir nicht über Airbnb buchen würden. Warum nicht? Eigentlich keine schlechte Idee. Wir kommen vorbei, bezahlen in BAR und gut ist. Irgendwie hat er sich aber dann doch nicht mehr gemeldet und wir mussten uns eine neue Unterkunft suchen.

Einen Tag später bekamen wir einen Anruf. Anna hatte vergessen die Anzeige für das Auto aus ihrem Mobile.de Account zu löschen und ein Interessent war am Telefon. Ich wusste erst nicht recht, was ich antworten sollte, als ich gefragt wurde, ob das Fahrzeug noch zu verkaufen sei. Aber auch hier dachte ich wieder, warum nicht?

Ich vereinbarte mit dem Ehepaar einen Termin für den kommenden Tag und war gespannt, ob jetzt unser Moment gekommen sei. Tatsächlich waren die beiden hochinteressiert und nach langem Verhandeln haben sie unser Hotel Doblo dann mitgenommen.

Da standen wir nun, Reisepartner ohne Fahrzeug, aber mit etwas Cash und vielen Ideen.

Die Suche nach unserem neuen Zuhause

Ein vernünftiges Fahrzeug zu finden, das wir uns mit unserem Budget leisten konnten und noch keine absolute Schrottkarre war, stellte sich als äußerst schwierig heraus. Wir hatten so 5000 € für das neue Fahrzeug eingeplant, aber dann war auch Schluss.

Täglich durchforsteten wir alle Websites, auf denen Fahrzeuge angeboten wurden, wir vereinbarten Besichtigungstermine und absolvierten Probefahrten. Aber so richtig fündig wurden wir nicht. Ein Mercedes Sprinter (Farbe Rost) für 5000 € oder einen Peugeut Boxer für 4500 €, bei dem sich der Lack schon stellenweise von der Karosserie löst, so in etwas sah unsere Auswahl aus.

Entweder wir schrauben unsere Bedürfnisse runter oder wir brauchen mehr Geld. Der nächste große Auftrag war auf die Schnelle nicht in Sicht und ich wollte auch nicht alles bis auf den letzten Cent in ein Auto stecken. Wer weiß was noch passiert?

Annas Eltern, boten uns etwas Geld an um das Budget zu erweitern. Ich war nicht sehr begeistert von der Idee, allerdings läuft es zurzeit ganz gut. Ihr kennt mich ja. Buy nice or buy twice, das ist mein Motto.

Jetzt hatten wir ein größeres Budget für ein neues Fahrzeug. Auf eBay Kleinanzeigen wurden wir fündig. Einen alten Fiat Ducato Typ 290, mit 50.0000 km Laufleistung, Dieselmotor und (fast) neuem TÜV. Wohnmobilausbau Marke Eigenbau. Unten in Bayern stand das Fahrzeug. Da wir hier schon so ziemlich alles abgeklappert hatten, machten wir uns auf den Weg.

12 Stunden saßen wir im Zug. Der Verkäufer holte uns vom Bahnhof ab und wir konnten direkt im Wohnmobil übernachten. Super Idee, denn wir konnten so etwas Geld sparen und direkt sehen, ob das Fahrzeug uns gefällt. Schon am Abend schauten wir uns alles genau an. Etwas heruntergekommen war es schon, aber es schien eine gute Basis für zukünftige Reisen zu sein. Am nächsten Tag begrüßte uns der Verkäufer und erzählte, was er über das Fahrzeug wusste.

„Die Batterie ist leer, hat lange gestanden“, erzählte er uns, während er die Starthilfekabel anklemmte. Er stieg ein und startete das Fahrzeug. Schwermütig sprang der 2,5 Liter Dieselmotor an. Aber als startete, lief er. Wir unternahmen eine Probefahrt. Keine Probleme. Auch einen Werkstatttermin, sodass wir mal unter das Fahrzeug schauen konnten, unternahmen wir. Ich sprach mit dem Mechaniker, der das Fahrzeug regelmäßig zur Wartung dort hatte: „Keine Probleme, tolles Fahrzeug“, versicherte er uns. Ich stieg wieder ein und startete das Fahrzeug. Wir fuhren zurück zum Haus des Verkäufers, um mit den Preisverhandlungen zu beginnen.

Uns war eigentlich schon, bevor wir den langen Weg gefahren sind, klar, wenn das Fahrzeug gut ist, dann nehmen wir es mit. Ich telefonierte vorher noch mit Daniel Kocman (ein Kunde von mir der selbst mit Autos handelt), um ein paar Fragen zu stellen, eine 2. Meinung einzuholen. Bis auf die Sache mit der schwachen Batterie konnte ich keinen Haken erkennen. Daniel auch nicht und wir fühlten uns sicher mit der Entscheidung, das Auto zu kaufen.

Wir handelten einen guten Preis aus, besorgten Kurzzeitkennzeichen, unterschrieben den Kaufvertrag und machten glücklich auf den Rückweg.

Was ist los mit dem Ducato?

Eine neue Batterie hatten wir noch bei Annas Eltern rumliegen. Ich baute sie direkt am nächsten Tag ein und versuchte das Fahrzeug zu starten. Aber nix. Der Anlasser dreht. Sonst nix. Ich dachte mir, die Batterie müsse einfach aufgeladen werden. Wird schon. Aber auch nach dem Aufladen der Batterie änderte sich nichts am Verhalten. Erst als ich beim Anlassen das Gaspedal durchdrückte, startete der Motor.

Ich wusste, da stimmt etwas nicht, doch als ich im Handbuch las, „Beim Kaltstart Kupplung und Gaspedal durchdrücken und Zündschlüssel umdrehen“, dachte ich das sei normal für so einen alten Diesel.

Wir fuhren einkaufen, und als wir uns wieder in unser neues Wohnmobil setzten, um den Rückweg anzutreten, sprang der Ducato ohne Probleme an. Schlüssel rein, vorglühen, anlassen, Motor läuft. Auch die ca. 500 km Rückweg von Bayern nach Lingen, machte das Fahrzeug keine Probleme. Leistung war da, er fährt, auch auf der Autobahn, stundenlang.

Wir kümmerten uns erst mal um die ganzen Kleinigkeiten. Neue Gardinen, eine Gasflasche für den Herd und die Heizung, Ölwechsel und so weiter. Doch mit niedrigeren Temperaturen wurde das Problem immer schlimmer. Wir tauschten die Zündkerzen, den Anlasser, den Kraftstofffilter und testeten viele Sachen. In Foren und Facebook Gruppen holten wir uns Hilfe, selbst bei einigen Werkstätten waren wir. Keiner konnte uns sagen, was der Fehler war. Nur normal sei das Verhalten nicht, bestätigten uns die Mitglieder im Ducato Forum.

So konnten wir nicht losfahren. Ein unzuverlässiges Fahrzeug, das Mal fährt und Mal nicht, das können wir nicht gebrauchen. Die Investition wollten wir natürlich nicht aufgeben. Irgendwie muss das jetzt repariert werden. Doch nachdem wir schon einige Hundert Euro in Werkstätten gelassen hatten, wollten wir nicht noch mehr investieren. Selbst die hatten nichts gefunden und ließen uns mit dem Problem im Stich. Eine Werkstatt erzählte uns, nachdem sie schon 300 € für verschiedene Tests verlangt hatte, man müsse die Dieselpumpe aus dem Tank ausbauen und überprüfen. Die Kostenschätzung des KFZ Meisters belief sich auf 400 €. Die Aktion garantierte keinen Erfolg, nur weitere Erkenntnisse, was es vielleicht oder vielleicht nicht sein könnte.

Das war mir alles zu blöd, ich erstellte ein Video um das Problem besser zu beschreiben und stellte noch mal bei Facebook ein paar Fragen. Daraufhin meldete sich jemand mit dem Kommentar: „Komm kurz in der Werkstatt rum und ich bring ihn in Ordnung.“

Nach einem kurzen Telefonat mit dem Kommentator über mögliche Fehlerursachen erfuhren wir, dass er Inhaber einer KFZ-Werkstatt ist und ständig alte Ducatos repariert. Eine Option öffnete sich. 400 km nach Norden fahren, etwas Geld bezahlen, vielleicht mehr wissen. Wir nahmen unseren Mut zusammen und machten uns auf den Weg.

Angekommen bei der Schrauber Zentrale

Tuncer, der Inhaber der Werkstatt, begrüßte uns. Auf einem unscheinbaren Betriebsgelände einer Stahlfirma befand sich seine Halle. Überall drum herum alte Ducatos und Baugleiche. In der Werkstatt lagen Motorenteile, Zahnräder und andere Autoteile herum. Keine typische KFZ Werkstatt, das war unser Eindruck. Ich erklärte noch mal das Problem und zeigte ihm, was wir alles schon ausprobiert hatten. Da unser Startproblem nur beim Kaltstart auftrat, war eine Vorführung des Fehlers nicht möglich. Tuncer und seine Kollegen bastelten einigen Stunden am Ducato rum und probierten aus. Der Freitag neigte sich dem Ende, die Werkstatt macht bald Feierabend und wir wollten nach Hause.

„Schade, dass ihr den nicht hier lassen könnt. Wir hätten uns gern mal in das Problem vertieft“, sagte Tuncer, während wir zusammenpackten.

Wir verabschiedeten uns, bezahlen die Arbeit und fuhren wieder zurück.

Unser Budget war ausgeschöpft. Wir hatten kein Geld mehr um eine Reparatur zu bezahlen. Selbst wenn eine Werkstatt den Fehler finden würde, wir hatten nicht mal das Geld um die Fehlersuche zu finanzieren.

Den ganzen Tag verbrachten wir in der Schrauber Zentrale, lernten uns kennen. Dabei hörten wir auch Tuncers beklagen über die fehlende Kompetenz der meisten Webdesigner. Ich erwähnte zwar so nebenbei, dass ich mein Geld mit dem Gestalten und Verwalten von Internetseiten verdiene, aber so richtig Interesse war da nicht. Ich schaute mir trotzdem mal die Website der Schrauber Zentrale an, um vielleicht einen Auftrag landen zu können.

Da kam uns die Idee. Abends vorm Computer schlug Anna vor: „Warum bieten wir nicht einen Tausch an? Reparatur gegen Website.“

Eigentlich blieb uns nichts anderes übrig. Aber die Idee war gut und könnte funktionieren. Ich schrieb einen Text, der unsere Lage und unser Angebot erklären sollte, und schickte ihn Tuncer. Er nahm unser Angebot an und so kam es das wir noch ein 2. Mal nach Owschlag in den Norden fuhren. Diesmal allerdings wollten wir mit dem Zug wieder zurückfahren und das Wohnmobil dort lassen.

Schon auf dem Rückweg arbeiteten wir ein Konzept für die Website aus, schrieben Textideen auf und bearbeiteten die Bilder, die wir geschossen hatten. Nach ungefähr 2 Wochen war die Website und das Auto fertig. Wir fuhren ein 3. Mal in den Norden um uns die Arbeit von Tuncer und seinen Kollegen anzuschauen. Niemand konnte den Fehler finden, wir fragten das Internet, 2 Werkstätten und einen Hobbyschrauber. Selbst Annas Bruder, der ausgebildeter KFZ-Mechatroniker ist, wusste nicht weiter. Ich las das Buch „So wirds gemacht“ rauf und runter. Hatte den Ducato schon fast komplett auseinandergebaut und dann wieder zusammengeschraubt. Jetzt stand Tuncer dort am Bahnhof und winkte uns zu. Er war direkt mit dem Ducato zum Bahnhof gefahren. Ich setzte mich rein und drehte den Schlüssel. Sofort sprang das Fahrzeug an. Und wie! Während wir zur Werkstatt fuhren, bemerkte ich das neue Fahrgefühl. Der Ducato hatte richtig Power.

Wir wussten natürlich nicht, dass der Ducato auch an Leistung verloren hatte, denn wir kannten das Fahrzeug ja nur im alten Zustand. Letztendlich war die Einspritzpumpe defekt. Ohne genügend Druck startet der Dieselmotor einfach nicht richtig. Sie leckte und zog Luft. Eine neue Pumpe, ein paar Kleinigkeiten und der Ducato lief.

Nach dieser langen Geschichte hatten wir dann doch endlich ein Fahrzeug gefunden und es funktionierte zum ersten Mal richtig. Wir waren überglücklich, bedankten uns recht herzlich, präsentierten die Website und machten uns wieder auf den Weg nach Lingen.

Unser neues Zuhause – Fiat Ducato 290

Da ist es nun, unser neues Zuhause. Ein Fiat Ducato Typ 290 als Kastenwagen. Mit Bett, Kleiderschrank, Essbereich, Gasherd, Heizung, Waschbecken und Kühlschrank. So luxuriös brauche ich es eigentlich nicht, aber der Kram war ja schon eingebaut. Der Ausbau ist völlig in Ordnung für die nächste Zeit. Wir werden mit Sicherheit den Innenraum noch mal renovieren und einiges umbauen, aber für jetzt für die nächste Reise ist das mehr als ausreichend!

Der Ducato hat einen 2.5-Liter-Dieselmotor und nur ca. 50.000 km Laufleistung. Rost ist so gut wie keiner da und wir finden das Teil sieht einfach cool aus.

Die Vordersitze lassen sich verdrehen und so kann man auch mal gemütlich am Tisch sitzen und drinnen arbeiten. Hinten haben wir über eine Zweitbatterie Strom für Licht, Kühlschrank und vieles mehr und wir könnten sogar auf einem Stellplatz Landstrom bekommen und eine echte Steckdose im Fahrzeug nutzen. Trotzdem nehmen wir unser klappbares Solarpanel samt Batterie und Kabelkram vom Doblo mit, denn das hat sich in den letzten Monaten als sehr zuverlässig und praktisch erwiesen.

Die Küche ist mit einem 2-Flammen-Gasherd ausgestattet, sowie einem Waschbecken mit Wasserhahn. Wir können einige Liter Wasser tanken und zum Kochen nutzen. Der Kühlschrank hat ausreichend Platz für alle Lebensmittel die wir brauchen. Unsere Kühlbox kommt natürlich trotzdem mit.

Zusätzlich zum Gasherd, haben wir uns noch einen Mehrstoffkocher inkl. Topfset von Primus besorgt. Unser letztes Kochsystem bestand aus einem Spirituskocher und einem Pfannenknecht. Es war unglaublich schwierig passenden (relativ rußfreien) Brennstoff im Ausland zu finden. Mit dem Primus Omnifuel können wir jetzt Diesel, Benzin, Reinbenzin, Flugzeugbenzin, Kerosin, Petroleum oder Gaskartuschen zum Kochen nutzen, das bringt uns völlige Unabhängigkeit, egal wo wir sind, denn Diesel haben wir immer dabei!

Der Omnifuel im Einsatz mit Primus Sommergas.

Einer der Töpfe mit Wärmetauscher.

Verschiedene Düsen erlauben den Betrieb mit verschiedenen Brennstoffen.

Anschluss an die Druckflasche gefüllt mit Diesel von der Tankstelle.

Zum Schutz vor möglichen Diebstahlversuchen haben wir uns eine Lenkradkralle besorgt.

Meine große Werkzeugkiste ist nun auch immer dabei.

Und stehen kann man im Van auch.

Rückblickend bereue ich den Kauf nicht. Was wir aus der Situation gemacht haben, zeigt, dass man niemals aufgeben darf und immer weiter gehen muss. Am Ende findet sich immer eine Lösung!

„Wenn man zuversichtlich seinen Träumen folgt, und sich bemüht, so zu leben, wie man es sich vorgestellt hat, wird man unerwartet von Erfolg gekrönt. – Henry David Thoreau“

Ich hab in den letzten Wochen viel über Autos gelernt und kenne das Fahrzeug nun so gut, dass ich vielleicht beim nächsten Problem selbst weiter weiß. Ein etwas größeres Van Upgrade und eine lange Geschichte. Wir schreiben diese Geschichte nun weiter und freuen uns auf die kommenden Abenteuer im Hotel Ducato.

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Veröffentlicht am: 31. Dezember 2017
Kategorie: Minimalismus, Reisen
Tags:

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