Denis Sandmann

eBooks und Whitepaper schreiben mit LibreOffice

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Digitale Downloads, eBooks, Whitepaper, Infografiken und Checklisten sind ein tolles Werkzeug, um potenzielle Kunden zu überzeugen, Wissen zu vermitteln oder sich als Experte zu positionieren.

Die Entwicklung solcher Medien ist jedoch immer mit hohem Aufwand verbunden. Wenn man nicht selbst schreibt, dann benötigt man einen Autor, dazu noch einen Lektor und dann eine Software die alle Inhalte als fertiges Produkt verpackt. Für die Veröffentlichung benötigt man nicht selten viele verschiedene Formate. EPUB, PDF, MOBI und dazu noch eine Printversion.

Viele greifen auf kostenpflichtige Profi-Software wie Adobe InDesign und Illustrator zurück. Doch auch Software wie Scrivener und Papyrus Autor sind beliebte Programme für das Schreiben, Designen und Veröffentlichen solcher Medien.

In der Vergangenheit habe ich schon mehrere eBooks und Whitepaper geschrieben und mein Lieblingsprogramm dafür ist LibreOffice Writer.

LibreOffice Writer als Eier legende Wollmilchsau für eBooks

LibreOffice ist mit der kürzlich veröffentlichten Version 6 zum echten Allround-Tool für die Entwicklung und Veröffentlichung von eBooks, PDF Downloads wie Whitepaper oder Checklisten geworden. Die kostenlose, freie Open-Source-Programmsammlung bringt so ziemlich alles, mit was man für die Entwicklung und Veröffentlichung benötigt. Im Zusammenspiel mit der ebenfalls kostenlosen Grafiksoftware GIMP hat man dann sogar noch eine hochwertige Software für die Bearbeitung von Bildern und das Erstellen von Grafiken.

LibreOffice ist eine Alternative zu Microsoft Office und besteht genau wie der MS-Konkurent aus mehreren Programmen. Für Autoren ist zunächst einmal LibreOffice Writer interessant.

LibreOffice Writer ist ein sehr umfangreiches Programm mit vielen Funktionen. Es eignet sich nicht nur für zum Schreiben von Inhalten aller Art, sondern ist auch ein Allround-Tool für die Entwicklung eines eBooks.

Verschiedene Seitelayouts, Rechtschreibprüfung, Autokorrektur, Tabellen, Formen, Diagramme, Layoutvorlagen, Titelseiten für Buchcover sowie volle Kompatibilität zu anderen Office-Programmen wir MS-Word sind nur eine kleine Auswahl der Funktionen die LibreOffice Writer mitbringt.

Unter anderem sind besonders diese Funktionen für eBook-Autoren interessant:

  • Schreiben und Veröffentlichen in einer Software
  • Veröffentlichung in verschiedenen Formaten (PDF, EPUB, HTML)
  • Inhaltsverzeichnisgenerator
  • Textboxen für schöne Buchlayouts
  • leichte Bildbearbeitungsfunktionen
  • Wortzähler

Mit LibreOffice kann man seine Idee sofort aufs Papier bringen, ausarbeiten, korrigieren und dann direkt von LibreOffice in verschiedene Formate exportieren. Eine PDF Datei geht dann für den Druck als Printbuch direkt zu Amazon Createspace, eine EPUB Datei geht an Amazon Kindle Direct Publishing und schon hat man ein fertiges eBook, mit Printversion das mit nur einer Software erstellt wurde.

Das Angebot von LibreOffice ist wirklich unglaublich. Ich schreibe alles außer Blog-Artikel mit LibreOffice. eBooks, Printbooks, Whitepaper, Angebote, Briefe, Checklisten oder auch kleine Flyer und Plakate werden bei mir mit LibreOffice gebastelt.

Kommerzielle Produkte und Schriftarten

Wenn man ein Buch oder ein anderes Printprodukt veröffentlicht, dann benötigt man natürlich immer eine Schriftart, die die Buchstaben, Wörter und Sätze darstellt. Nun mit Schriftarten verhält es sich so wie mit Bildern und Musik. Irgendjemand hat die Schriftart erstellt und möchte natürlich auch dafür bezahlt werden. So muss man bei herkömmlicher Software aufpassen, dass man nicht eine Schriftart auswählt, mit der eine kommerzielle Nutzung des fertigen Produkts zur Kostenfalle wird. Nicht jede Schriftart, die man frei im Internet herunterladen kann, darf auch gleich als eBook oder Printbuch veröffentlicht werden.

Schriftarten werden meist mit verschiedenen Lizenzoptionen zur kommerziellen Nutzung angeboten. Speziell die Veröffentlichung als PDF oder EPUB Datei ist problematisch, da man die Schriftart im Dokument mit einbettet und jeder sie theoretisch mit etwas Technik-Know-How extrahieren könnte.

Im Internet gibt es zahlreiche Anbieter, die Schriftarten unter verschiedenen Lizenzen verkaufen:

LibreOffice ist freie, kostenlose, Open Source Software, daher auch der Name Libre Office. Das bedeutet das LibreOffice von mehreren Menschen überall auf der Welt weiterentwickelt wird und benutzt.

LibreOffice schreibt auf der eigenen Website:

LibreOffice ist freie und quelloffene Software. Das Projekt ist offen für neue Mitstreiter und neue Ideen. Unsere Software wird täglich von einer großen und engagierten Benutzer-Community getestet und verwendet. Auch Sie können sich beteiligen und Einfluss auf die zukünftige Entwicklung nehmen.

Freie Software ist genau das, was wir meiner Meinung nach in dieser Welt brauchen. Was genau freie Software ist, habe ich in diesem Artikel genauer beschrieben. Es lohnt sich auch ein Blick auf die Website der Free Software Foundation.

Mit der freien Software kommen auch freie Schriftarten. Diese Schriftarten kann man ohne Probleme auch in kommerziellen Projekten verwenden und braucht so keine weiteren Kosten für eine Lizenz einplanen. Liberation Sans, Liberation Mono, Open Sans, Source Sans Pro oder auch die DajaVu Fonts bringt LibreOffice direkt schon mit. Eine komplette Liste mit den jeweiligen Lizenzen findet man hier: https://wiki.documentfoundation.org/Fonts

Dabei ist die SIL Open Font License so ziemlich die häufig genutzte Lizenz für die Verbreitung von kostenlosen und freien Schriftarten. Dieser Auszug beschreibt die Philosophie sehr gut:

Permission is hereby granted, free of charge, to any person obtaining a copy of the Font Software, to use, study, copy, merge, embed, modify, redistribute, and sell modified and unmodified copies of the Font Software, subject to the following conditions:

Komplette Lizenz gibt es hier (http://scripts.sil.org/cms/scripts/page.php?site_id=nrsi&id=OFL_web) zu lesen.

LibreOffice ist in meinen Augen eine großartige Alternative zur Monopol-Software Microsoft Office. Die kostenlose Office-Suite bringt alles mit, was man zur Entwicklung und Veröffentlichung von Büchern und eBooks braucht. Viele Funktionen unterstützen den Autor und mit den freien Schriftarten, kann man sein Werk sogar kommerziell nutzen, ohne dass man Angst vor eventuellen Lizenzkosten haben muss.

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Veröffentlicht am: 4. Mai 2018
Kategorie: Gedanken, Minimalismus, Online Marketing, Technik
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