Primus Omnifuel Wartung und Reinigung

Gedanken

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Unseren Primus Omnifuel nutzen wir jetzt schon seit mehreren Jahren auf jedem Trip und längeren Reisen zum Kochen. Frühstück, Mittag, Abend, Tee, Kaffee – es gibt eigentlich nichts, was man nicht auf einem Campingkocher zubereiten kann.

Als wir mit unserem Fiat Wohnmobil unterwegs waren, haben wir hauptsächlich mit Diesel gekocht. Jetzt haben wir ein anderes Fahrzeug und kochen hauptsächlich mit bleifreiem Benzin. Egal was man nutzt, nutzt man kein Gas, bildet sich mehr oder weniger Ruß und der Kocher muss gewartet werden. Bei mir stand jetzt sogar eine kleine „Reparatur“ an, denn die Pumpe der Brennstoffflasche baute keinen Druck mehr auf. Somit war das Anzünden des Kochers nicht mehr möglich.

Der perfekte Zeitpunkt, um den ganzen Kocher zu reinigen und alle Teile zu überprüfen.

Was benötigt man für die Wartung?

Generell ist der Omnifuel recht einfach konstruiert. Man merkt einfach, dass die für Leute, die den Kocher entwickelt haben, eine wartungsfreundliche Konstruktion (auch auf Reisen) Priorität war. Somit lässt sich der ganze Kocher mit dem mitgeliefertem Multitool komplett zerlegen und wieder zusammenbauen.

Ich hatte allerdings ein Problem mit der Pumpe und musste dann noch zusätzlich zu einer Zange greifen.

Wer einen Omnifuel regelmäßig nutzen möchte, dem rate ich sich das Service-Kit zu holen. Dort sind alle wichtigen Ersatzteile enthalten.

Primus Omnifuel Kocher

Problemlösung – Brennstoffflasche / Brennstoffpumpe baut keinen Druck auf

Bevor ich mich an die Wartung des Kochers machte, wollte ich dem Druckproblem auf den Grund gehen. Dazu drehte ich die Pump-Einheit aus der Brennstoffflasche raus und öffnete die Pump-Einheit an der Alu-Nut am oberen Ende. Hier lässt sich die Pumpe ganz einfach auseinanderschrauben, um an das Innere zu gelangen.

Ich hatte mir schon vor der Demontage gedacht, dass etwas mit dem Pumpenleder (welches den Druck aufbaut und hält) nicht in Ordnung ist und mir dann bei Globetrotter ein Ersatzleder besorgt. Im Service-Kit ist auch ein Pumpenleder enthalten, dies hatte ich allerdings schon vor 1 – 2 Jahren schon mal ausgetauscht und nur noch zu Referenzzwecken aufbewahrt.

Nach einem kurzen Blick auf die Pump-Einheit war klar, dass das Pumpenleder aufgebraucht war. Nun musste die Mutter entfernt werden und ein neues Pumpenleder eingesetzt werden.

Es stellte sich aber heraus, dass die Mutter so fest saß, dass ich ohne weitere Werkzeuge hier nicht weiterkam. Mit einer Zange und einem Handtuch (um das Alu nicht zu beschädigen), griff ich fest zu und konnte dann mit dem Multitool von Primus die Mutter lösen. Das war der schwierigste Teil. Anschließend legt man das neue Leder ein und schmiert es ordentlich mit Silikon-Fett, welches ebenfalls im Service-Kit zu finden ist.

Neue Lederdichtung montiert

Neue Lederdichtung montiert

Nach dem Zusammenbau baute die Pumpe wieder ordentlich Druck auf. Das merkte ich schon nach wenigen Pumpstößen.

Nachdem das Problem mit der Brennstoffflasche gelöst war, reinigte ich die Flasche selbst noch mit etwas Druckluft. Zur Reinigung der Pumpe nahm ich etwas Bremsenreiniger.

Primus Omnifuel große Wartungsroutine

Der Kocher besteht aus wenigen Teilen und lässt sich einfach mit dem Multitool von Primus zerlegen. Das ist aufgrund der Konstruktion auch sehr einfach – nur eine große Schraube erhält die ganze Konstruktion. Alle anderen Teile lassen sich in den Kocher Schrauben oder anklemmen.

Reinigung der Teile

Mit einer Zahnbürste und Bremenreiniger reinigte ich alle Oberflächen des Kochers sowie den Brennstoffschlauch und die Kocherdüsen.

Ich empfehle, ein altes Handtuch als Unterlage zu nutzen, denn die Rußpartikel legen sich überall hin. Bremsenreiniger löst auch wie im KFZ-Bereich wunderbar alle Partikel vom Kocher ab.

Schließlich pustete ich mit Druckluft alle Teile staubfrei und trocken.

Austausch Vorglüh-Wattepad

Ein weiteres Teil galt es auszutauschen – das Wattepad, welches für den Vorglüh-Vorgang des Kochers eine wichtige Rolle spielt.

Wattepad für den Vorglühvorgang

Wattepad für den Vorglühvorgang

Bevor man den Kocher mit Benzin, Diesel oder Kerosin betreiben kann, muss er auf Temperatur gebracht werden. Erst wenn der Kocher selbst heiß ist, verdampft der Brennstoff und kann als Gas verbrannt werden.

Um an das Wattepad zu kommen, löst man die einzige Schraube, die den Kocher im Gesamten zusammenhält und zieht dann mit einer Zange den Sprengring, der das Pad in Position hält, ab. Man kann dafür auch das Primus Multitool nutzen, indem man den Ring abhebelt, mit einer Zange ist es aber wesentlich einfacher.

Anschließend löst man das alte zerfetzte Wattepad und setzt ein neues ein. Sprengring wieder drauf, zusammenschrauben, fertig.

Frisches Pad montiert

Frisches Pad montiert

Zusammenbau des Kochers

Bei einem Autogetriebe müsste ich noch wirklich überlegen, wo welches Teil hingehört. Beim Kocher allerdings ist dies fast selbsterklärend, jedes Teil hat seinen Platz und den findet man auch leicht wieder. In ca. 5 Minuten ist der Kocher wieder komplett zusammengebaut und bereit für den ersten Test.

Brennertest

Mit der Pumpe ordentlich Druck aufgebaut, etwas Benzin auf das Vorglühpad und rasch angezündet. Nach wenigen Sekunden ist die Betriebstemperatur erreicht, jetzt das Gas aufdrehen und es sollte funktionieren. Siehe da – einwandfreie Flamme, gute Hitzeentwicklung. Die Kocherwartung ist somit abgeschlossen.

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